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Klinik Ottakring: Erstmals kam Roboter bei Nierenstein-OP zum Einsatz

Der Eingriff war eine Premiere in Österreich. Dadurch wird präziseres und schonenderes Arbeiten möglich.
Ein Team von Chirurgen führt eine herzchirurgische Operation für einen Patienten durch, der ein Spenderorgan erhalten hat, um mehr Leben in einem chirurgischen Notfallsaal zu retten.

Steine in den Harnwegen gehören zu den häufigsten urologischen Erkrankungen. Sie können Menschen jeden Alters betreffen und führen häufig zu plötzlich einsetzenden, starken Schmerzen und einem Harnstau. Aber auch beschwerdefreie Nierensteine sollten behandelt werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Das Steinzentrum der Klinik Ottakring testet laufend innovative Ansätze und Methoden, um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen. 

Mit jährlich rund 1.870 ambulanten und 470 stationären Patientinnen und Patienten sowie rund 300 operativen Eingriffen zählt das Steinzentrum zu den spezialisiertesten Einrichtungen dieser Art in Österreich. Zum Behandlungsspektrum gehören sämtliche etablierten Verfahren der modernen Steintherapie, von der konservativen Behandlung bis hin zu minimalinvasiven endoskopischen Eingriffen.

Roboter erstmals im Einsatz

Vergangene Woche wurde an der Klinik Ottakring erstmals in Österreich ein robotisches Assistenzsystem für die endoskopische Entfernung von Harnsteinen getestet. Bei dieser Art von Eingriff wird ein feines Endoskop über die natürlichen Harnwege bis in die Niere geführt. Dort wird dann der Harnstein mit einem Laser schonend in kleine Fragmente zerlegt und anschließend entfernt. Bisher wurden Endoskop und Laser manuell an Ort und Stelle gebracht, vergangene Woche unterstützte dabei zum ersten Mal der Roboter die behandelnden Ärztinnen und Ärzte.

Der Roboter wird dabei über einen kabellosen Controller gesteuert. Dadurch lässt sich der Laser noch exakter auf den Stein ausrichten, wodurch die Behandlung präziser erfolgt und die Steinfreiheitsraten verbessert werden. Gleichzeitig verbessert das System die Arbeitsbedingungen für die Operateurinnen und Operateure: Sie müssen das Endoskop nicht mehr dauerhaft direkt am Operationstisch führen, wodurch sie ergonomischer arbeiten können.

„Die endoskopische Nierensteinchirurgie ist seit vielen Jahren der Goldstandard für die Behandlung von Steinleiden. Der Roboter unterstützt dabei, indem er ein noch präziseres Arbeiten ermöglicht und damit auch die Steinfreiheitsraten erhöht. Dass wir dieses System als erstes Zentrum in Österreich testen konnten, freut uns daher besonders“, so Oliver Theimer, Oberarzt an der Urologischen Abteilung. 

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