„Offline Oida“: Wiens erstes Digital-Detox-Café öffnet
Zwei bis drei Tassen Kaffee täglich hatten in einer aktuellen Studie einen positiven Effekt auf das Demenzrisiko.
Zusammenfassung
- 'Offline Oida' ist Wiens erstes Digital-Detox-Café, in dem elektronische Geräte am Wochenende tabu sind.
- Das Café bietet Bücher, analoge Spiele und eine reduzierte Speisekarte, um bewusste Entschleunigung zu fördern.
- Stündliche Atempausen und ein Wohnzimmer-Flair laden zum Abschalten und achtsamen Verweilen ein.
Kleine Schließfächer am Eingang sind das Empfangskomitee des neuen Kaffee-Konzepts „Offline Oida“ – Wiens erstes „Digital-Detox-Café“.
Das Lokal im Hof wird künftig jedes Wochenende von 10.00 bis 18.00 Uhr zur handy-, laptop- und tabletfreien Zone. Kein Klicken von Tastaturen, kein lautstarker Klingelton, keine Telefonate. Elektronische Geräte sollen ausgeschaltet, im Flugmodus belassen oder in den verschließbaren Fächern verwahrt werden.
Offline ist das neue Luxusgut
„Bei uns sollen die Besucher die Möglichkeit haben, abzuschalten“, so Initiator Christoph Thomann. „Offline ist das neue Luxusgut.“
„Die Idee zu diesem Konzept ist der Zeit geschuldet“, sagt er. Inspiration war unter anderem ein Handyexperiment an Wiener Schulen. „Die Leute wollen das auch.“
Vergangenes Wochenende gab es ein Soft Opening mit Freunden und Familie. Das Feedback war positiv: „Es wurde gespielt, gelesen und geredet – und das ganz ohne Handy.“
Bücher, Spiele und Gespräche
In Zusammenarbeit mit den Büchereien Wien wurde eine Leseecke eingerichtet, während der Spieleklub Paradice Wien analoge Spiele zur Verfügung stellt.
Auch das Angebot im Café ist bewusst reduziert: Eine kleinere Speisekarte soll helfen, Auswahlstress zu vermeiden.
„Verlängertes Wohnzimmer“
Grundsätzlich handelt es sich bei „Offline Oida“ um kein herkömmliches Café. „Wir sehen uns als verlängertes Wohnzimmer“, so Thomann. Konsum ist nicht verpflichtend – es gehe um den Raum, der geschaffen wurde und genutzt werden kann.
Atempause
Einmal stündlich bietet das Café – auf freiwilliger Basis – eine sogenannte Atempause an. Eine Yoga-Lehrerin wird diese leiten. „Es sind Atemübungen, um achtsam zu sein – um in den Moment zurückzukommen und präsent zu sein“, so Thomann.
Der Wunsch ist, dass „Offline Oida“ bald mehr ist als ein Pop-up. „Unser Ziel ist, dieses Konzept jeden Tag der Woche in einem eigenen Lokal zu haben“, so Thomann.
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