Chronik | Wien
23.11.2017

Neun Millionen Österreicher bis 2021

Die Einwohnerzahl würde ohne der Zuwanderung sinken.

Die österreichische Bevölkerung wächst. Laut der aktuellen Einwohnerzahlen der Statistik Austria lebten vergangenes Jahr 8,74 Millionen Leute in Österreich. Dabei wurden 174.300 Zuwanderer und 109.600 Abwanderer gezählt, was ein Saldo von plus 64.700 ergibt. 2015 gab es noch einen Zuwachs von 113.110 Personen. Außerdem wurden vergangenes Jahr 7000 mehr Geburten als Sterbefälle verzeichnet.

Mehr Zuwanderung

Schätzungen zufolge wird die Einwohnerzahl bis 2021 die neun-Millionen-Marke knacken. In den Jahren darauf wird diese Zahl dann exponentiell weiter steigen. Grund ist vorwiegend die Zuwanderung. Vor allem die Zahl der Kinder und Jugendlichen bis 19 Jahren wird sich deshalb erhöhen: "Dazu tragen sowohl die zuwandernden unter 20-Jährigen als auch Geburten der Immigranten bei", heißt es in dem Bericht.

Insgesamt lebten im Vorjahr 1,56 Millionen Menschen im Land, die nicht in Österreich geboren sind – das sind rund 18 Prozent der Gesamtbevölkerung. Bis 2040 wird die Zahl auf 2,25 Millionen steigen, bis 2080 sollen es dann 2,61 Millionen Personensein. Der Bevölkerungsanteil der Migranten wird dann bei 26 Prozent liegen.

Bis 2035 wird bei den Kinder und Jugendlichen einen Anstieg um acht Prozent auf 1,86 Millionen Personen erwartet. Ohne der Zuwanderung würde diese Zahl bis 2035 um sieben Prozent auf 1,59 Millionen Personen absinken. Im Jahr 2040 sollen insgesamt bereits 9,56 Millionen Menschen in Österreich leben, was eine Steigerung von neun Prozent gegenüber 2016 bedeutet. 2080 wird die Einwohnerzahl laut Statistik Austria auf rund zehn Millionen angestiegen sein.

Mehr Pensionisten

Die stärksten Zuwächse wird es in der Altersgruppe der über 65-Jährigen geben. Grund dafür ist die Baby-Boomer-Generation der 1950er und -60er Jahre sowie die höhere Lebenserwartung. Im Verhältnis zu den prognostizierten Personen im Erwerbsalter – also zwischen 20 und 65 Jahren – und unter 20-Jährigen ergibt das eine dramatische Veränderung: Ab 2035 soll die Zahl der Erwerbstätigen von derzeit 62 auf 55 Prozent der Gesamtbevölkerung sinken. Die Zahl der Pensionisten wird jedoch von derzeit 18 auf mehr als 25 Prozent steigen.