© APA - Austria Presse Agentur

Chronik Wien
01/02/2022

Neues Jahr begann für zwei Wiener Maskenverweigerer mit Festnahme

33-Jähriger in Bahnhofshalle Praterstern und 46-Jähriger in U-Bahnstation Reumannplatz wurden festgenommen.

Ein 33-Jähriger und ein 46-Jähriger sind am Neujahrstag jeweils ohne FFP2-Maske in Wien festgenommen worden. Wie die Landespolizeidirektion Wien am Sonntag mitteilte, wollte der jüngere der beiden Österreicher zuvor in der Bahnhofshalle Praterstern in der Leopoldstadt einen Beamten der dortigen Polizeiinspektion zu Boden reißen. Der Ältere soll indes in Favoriten in der U-Bahnstation Reumannplatz Securities mit Pfefferspray attackiert haben.

Widerstand gegen die Staatsgewalt im Zuge einer Beanstandung nach den geltenden Covid-Bestimmungen lautet das Delikt, das dem 33-Jährigen vorgehalten wird. Es war gegen 19.45 Uhr, als mehrere Polizisten den ihnen bereits bekannten Mann ohne FFP2-Maske in der Bahnhofshalle sichteten.

Securities als "Nazis" beschimpft

Der 33-Jährige verhielt sich auf die Beanstandung der fehlenden Maske uneinsichtig und wollte auch seine Identität nicht bekannt geben. Als die Polizisten ihn daher nach einem Ausweis durchsuchten, versuchte er einen der Beamten zu Boden zu reißen. Dies führte zu seiner Festnahme, gegen die der Mann sich jedoch so heftig wehrte, dass weitere Beamte zur Hilfe eilen mussten. Ein Polizist wurde im Beinbereich leicht verletzt.

Um 23.15 Uhr wurde der zweite Maskenverweigerer in der U-Bahnstation Reumannplatz auffällig. Als ihn zwei Securities der Wiener Linien auf die Maskenpflicht aufmerksam machen wollten, begann er diese zu attackieren. Demnach soll er die beiden als "Nazis" beschimpft und auch mit dem Umbringen bedroht haben. Auf die Faustattacken des 46-Jährigen reagierten sie mit dem dienstlichen Pfefferschaum. Der Verdächtige brachte daraufhin seinen eigenen Pfefferspray zum Einsatz und verletzte damit einen Security, ehe Polizisten der Inspektion Ada-Christen-Gasse die Festnahme vollzogen. Der Pfefferspray wurde sichergestellt, diesen hätte der Verdächtige wegen eines behördlichen Waffenverbotes gar nicht bei sich haben dürfen.

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