Chronik | Wien
13.11.2017

Neue Technologien für den Winterdienst

Asfinag und Stadt bereiten sich auf Winter vor, 2600 Mitarbeiter sind im Einsatz

Wenn die ersten Schneeflocken fallen, haben sich die Mitarbeiter der Asfinag bereits Wochen vorher schon winterfit gemacht. Denn um gegen einen bevorstehenden Kälteeinbruch samt starken Schneeschauern gewappnet zu sein, bedarf es einer langen Vorbereitung. Insgesamt stehen 1200 Mitarbeiter in 43 Autobahnmeistereien bereit, sorgen sieben Tage in der Woche und 24 Stunden am Tag für sichere Fahrbahnen.

Rund 40 Millionen Euro gibt die Asfinag in einem durchschnittlichen Winter aus. Um auch immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein, wurde in den vergangenen Jahren insgesamt rund eine Millionen Euro in neue Technologien investiert. Dazu zählen neue Fahrzeuge, wie sieben Meter breite Schneepflüge oder neue Streumethoden. Eines der neuesten Fahrzeuge: Der "Firestorm", der "Retter in der Lkw-Not", wie ihn die Asfinag bezeichnet, kommt bei hängengebliebenen Lastern zum Einsatz. Keine Seltenheit, denn 20 Prozent der kontrollierten Lkw besitzen keine adäquate Winterausrüstung.

Alle Winterdienstfahrzeuge sind außerdem mit GPS ausgestattet, um die Einsätze besser koordinieren zu können. In Kooperation mit der TU Wien wurde noch dazu an einem Pilotprojekt gearbeitet, das genaue Messungen und Vorhersagen von Raureifen machen kann. Vier Autobahnmeistereien arbeiten bereits mit diesem System. Außerdem wird ein Wetter-Prognose-System 2.0 eingesetzt, um regional errechnete Prognosewerte liefern zu können. "Uns ist es wichtig, für die Autofahrer immer den letzten Stand der Technik einzusetzen", sagt Geschäftsführer Josef Fiala. Insgesamt kann das Unternehmen auf 90.000 Tonnen an Salzlagermöglichkeiten zurückgreifen. Das sind 85 Prozent des Jahresbedarfes.

Auch Stadt gerüstet

Aber nicht nur die Asfinag ist bereits winterfit, auch bei der Stadt Wien laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Bis zu 350 Räum- und Streufahrzeuge und 1400 Mitarbeiter werden im Einsatz sein. Die zuständige MA 48 setzt dabei ebenfalls auf neuere Streutechnologien und Geräte. Insgesamt sind bei allen 13 Winterdienstlagerplätzen 31 Auftaumittelsilos und 17 Solemischanlagen vorhanden. Zusätzlich sind noch zwei Lagerhallen für Auftaumittel vorhanden. Das größte Lager befindet sich aber am Alberner Hafen. Dort gibt es eine Salzlagerhalle mit einer Kapazität von 45.000 Tonnen.