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© Verein Mut

Chronik Wien
12/16/2020

Neue Mutter-Kind-Einrichtung eröffnet im Jänner in Wien

In Favoriten soll ab Jänner 2021 ein neue Einrichtung für Mütter und ihre Kinder aus prekären häuslichen Situationen entstehen.

von Nina Oezelt

Schon seit 2018 war es geplant, im Jänner soll es nun eröffnet werden. Ein neues Mutter-Kind-Haus des Verein Mut entsteht derzeit in Favoriten, erklärt der Verein in einer Presseaussendung.

In Wohnungsnot

Das Haus bietet mit sechs Wohneinheiten auf 224 Quadratmeter Platz für alleinstehende Mütter mit ihren Kindern, die nicht älter als zwölf Jahre sein sollten. Sie erhalten einen Platz, wenn sie von einer Wohnungslosigkeit bedroht sind. Ausnahmen sind möglich, heißt es.

Finanziert wurde die Einrichtung, die den Namen Refugium bekommt, durch den FSW (Fonds Soziales Wien). Die Erhaltungskosten wird der Verein Mut (Menschen, Umwelt,Tier), der hauptsächlich von Privatspendern lebt, übernehmen.

Der Verein widmet sich seit 2005 Menschen, die von der Wohnungsnot betroffen sind. Seit 2015 betreibt der Verein Mut auch eine Familiennotunterkunft in Meidling.

Wo genau sich das Haus in Favoriten befinden wird, bleibt geheim. Die zukünftigen Bewohnerinnen sollen so weiterhin geschützt bleiben, falls sie beispielsweise aus einer Gewaltsituation flüchten müssen, erklärt der Verein.

Hilfe zur Selbsthilfe

"Hilfe zur Selbsthilfe" sei die Devise des Hauses. Daher werden auch die Betroffenen einen Beitrag von rund 350 Euro für die Unterkunft zahlen müssen. 

Das Team, bestehend aus Sozialarbeiterinnen- und Sozialpädagoginnen, sehe sich als Wegbegleiter für Menschen, die bereit seien Eigenverantwortung zu tragen und biete den Bewohnerinnen Hilfestellungen in den Weg zur Selbstständigkeit an.

Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung

Ein besonderes Anliegen sei auch die Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung. Die Dauer jedes Aufenthaltes sei auf zwei Jahre limitiert, richte sich aber prinzipiell nach den jeweiligen Bedürfnissen und werde individuell festgelegt.

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Österreichweit sind 330.000 Kinder und Jugendliche (19 Prozent)  von Armut- oder Ausgrenzung betroffen. Besonders Kinder aus Ein-Eltern-Haushalten verzeichnen mit 46 Prozent die höchste Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung.

In den meisten dieser Familien ist eine Frau die Alleinverdienerin.

Kontakt für Hilfsanfragen:
refugium@verein-mut.eu

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