Amerlinghaus bleibt vorläufig bis Ende des Jahres
Bis vor einem Monat war noch unklar, ob das seit 50 Jahren bestehende Kulturzentrum im Amerlinghaus im 7. Bezirk schließen muss oder nicht. Zwar steht jetzt fest, dass das Zentrum auf jeden Fall bis zum Ende des Jahres bestehen bleibt, aber unter erschwerten Bedingungen.
Grund dafür: Förderungen wurden vom zuständigen Magistrat für Bildung und Jugend (MA 13) gekürzt. Bisher erhielt das Zentrum eine Fördersumme von 300.000 Euro pro Jahr, dieses Jahr nur 135.000 Euro. Von der Förderung wurden bis dato vor allem die Mietkosten für die rund 500 Quadratmeter und einige Mitarbeiter bezahlt.
Mitarbeiter entlassen
Ende März wurden aufgrund der Kürzungen die Haustechnikerin sowie drei von vier Personen im Büro gekündigt. Die übrig gebliebene Büromitarbeiterin bleibt mit reduzierten Stunden bis zum Sommer, die Reinigungskraft bis Ende des Jahres. Möglich sei das laut Amerlinghaus nur mithilfe von Spenden.
Bereits Anfang des Jahres tätigte das Zentrum einen Spendenaufruf, Ziel seien 200.000 Euro gewesen. Dem KURIER wurde gesagt, dass bis jetzt 35.000 Euro eingelangt seien, davon zahle man die Miete bis Ende des Jahres und die zwei oben erwähnten Mitarbeiterinnen.
Auswirkungen der Kürzungen machten sich laut Amerlinghaus bereits jetzt bemerkbar. „Wir können den meisten Anfragen nicht nachkommen, weshalb viele Veranstaltungen nicht stattfinden können.“ Derzeit befinde man sich in einer Übergangsphase, in der die rund 60 ehrenamtlichen Vereine, die die Räumlichkeiten nutzen, eingeschult werden. „Ab Sommer müssen sie sich und das Zentrum selbst verwalten.“
Wie es nach diesem Jahr mit dem Kulturzentrum in Neubau weitergehen soll, steht noch offen. Das „Amerlingbeisl“ ist davon nicht betroffen, dieses läuft unabhängig vom Kulturzentrum.
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