Wegen Budgetkürzung: Wiener Kulturzentrum steht vor dem Aus
Das aus einer Hausbesetzung in den 70ern entstandene Wiener Kulturzentrum Amerlinghaus könnte vor dem Aus stehen. Die Institution, die heute 70 Vereine und Gruppen Raum bietet, sieht sich massiven Budgetkürzungen vonseiten der Stadt gegenüber, wie der ORF berichtet.
Demnach möchte das zuständige Bildungsressort von Stadträtin Bettina Emmerling (NEOS) die Förderung von heuer 300.000 Euro auf 137.000 Euro im Jahr 2026 herunterfahren.
Emmerling bestätigte gegenüber dem ORF, dass es zu Einschnitten kommen werde: "Aufgrund der budgetären Vorgaben können entsprechende Projekte nicht mehr aus dem Bildungsbudget finanziert werden. Für 2026 sind Einsparungen im Fördervolumen vorgesehen, in welcher Höhe befindet sich derzeit noch in Abstimmung." In der kommenden Woche tagt hierzu der entsprechende Gemeinderatsausschuss.
"Brutaler Angriff"
In einer auf der Homepage veröffentlichten Presseerklärung spricht das Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus von einem "brutalen Angriff". Sollten die Kürzungen um zwei Drittel tatsächlich so kommen, müsse das Zentrum schließen, das Personal entlassen und das Programm gestrichen werden. Nicht-profitorientierte Kultur werde hier als politische Strategie eliminiert. Und gegen diesen Angriff wolle und werde man sich wehren, heißt es weiter: "Das Amerlinghaus wird dieses Aushungern nicht kampflos hinnehmen. Vorstand, Mitarbeiter*innen, Hausgruppen und Freund*innen werden solidarisch, entschlossen und kreativ protestieren."
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