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Feuerwehr
07/26/2019

Nachteinsatz: 12 Menschen wegen CO-Unfällen im Krankenhaus

Rettung und Feuerwehr mussten zu drei Kohlenmonoxid-Einsätzen in einer Nacht. Zwei Personen schwer verletzt.

von Markus Strohmayer

Zwölf Personen mussten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wegen Kohlenmonoxid-Unfällen ins Krankenhaus gebracht werden. Feuerwehr und Rettung mussten insgesamt zu drei verschiedenen Wohnungen ausfahren. 

In der Haidgasse und der Taborstraße im zweiten Bezirk war die Verwendung eines mobilen Klimagerätes in Verbindung mit einer Gastherme die Ursache für die Einsätze. In der Triester Straße in Favoriten löste eine nicht gewartete sowie verschmutzte Gastherme den Einsatz aus.

Zwei schwer Verletzte 

Alle Unfälle passierten beim Duschen oder Baden. Keine der Personen verlor das Bewusstsein. Ihre Angehörigen verständigten jedoch die Rettung, als die Betroffenen über Übelkeit klagten.

Insgesamt mussten alleine aus der Haidgasse acht verletzte Personen ins Krankenhaus gebracht werden. Darunter eine schwer verletzte Frau. Aus der Wohnung in der Triester Straße wurden vier Leute von der Rettung wegen Vergiftungserscheinungen ins Spital gebracht, eine davon war ebenfalls schwer verletzt. Aus der Taborstraße musste niemand ins Krankenhaus.

Gefahren: Schlechte Wartung, Hitze und Klimageräte

Kohlenstoffmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas. Gelangt es über die Lunge in den Blutkreislauf, bindet es sich - vereinfacht erklärt - an die roten Blutkörperchen und verhindert den Sauerstofftransport im Körper. Der Organismus erstickt innerlich. Symptome einer leichten Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und grippeähnliche Anzeichen. Treten solche Symptome auf, muss sofort der gefährdete Bereich verlassen und die Einsatzkräfte verständigt werden.

Gasthermen sind unter normalen Umständen absolut sicher. Probleme mit einer erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Konzentration kann es dann geben, wenn Therme oder Rauchfang nicht oder nur schlecht gewartet sind, es besonders heiß ist oder wenn Ventilatoren die Luft aus der Wohnung ins Freie saugen - beispielsweise bei einer Dunstabzugshaube oder einer Klimaanlage, die die Abluft ins Freie blasen. Beim Betrieb der Therme im Sommer - Duschen oder Geschirr abwaschen - unbedingt Fenster und Türen zu dem Raum öffnen, in dem die Therme montiert ist.

Hohe Temperaturen begünstigen überdies Kohlenmonoxid-Unfälle, denn durch große Hitze kann sich in den Rauchfängen eine Art Luftstoppel bilden. Die Abgase sind im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug und können dadurch nicht mehr abziehen. Daher ist es wichtig, die Gastherme regelmäßig zu warten, den Rauchfang regelmäßig überprüfen zu lassen und beim Einbau neuer Türen oder Fenster den Rauchfangkehrer zu kontaktieren. Dieser muss feststellen, ob die Therme noch ausreichend Verbrennungsluft bekommt.

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