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Chronik Wien
09/11/2020

Mutter soll Sohn Monate eingesperrt haben: Noch keine Beweise

Die Beamten ermitteln wegen Freiheitsentzug. Zeugenbefragungen brachten bisher keine näheren Hinweise.

Das Landeskriminalamt Wien hat wegen des Verdachts der Freiheitsentziehung Ermittlungen gegen eine 77-jährige Frau aufgenommen. Die Berufsrettung hatte am Mittwochabend die Polizei alarmiert, da sie in einem Einfamilienhaus in Wien-Penzing einen 45-jährigen Mann fand, der von seiner Mutter über Monate in einem Kellerabteil festgehalten worden sein soll.

Der Fall kam ins Rollen, weil die Mutter zuvor selbst die Rettung rief. Sie soll beim Notruf angegeben haben, dass ihr Sohn über Schmerzen klage. Die Sanitäter fanden den Mann in dem Keller, wo es geschimmelt haben dürfte. Die hygienischen Bedingungen waren insgesamt katastrophal.

Keine Beweise

Auf dem Weg ins Spital gab der 45-Jährige dann an, dass ihn seine 77-jährige Mutter seit April in das Kellerabteil gesperrt hätte. Wie die Polizei am Freitagvormittag veröffentlichte, konnte im Zuge einer Hausdurchsuchung bisher aber keine eindeutigen Beweise für ein kriminelles Verhalten der 77-Jährigen gefunden werden.

Bei dem Keller handelt es sich um einen Außenkeller, der an das Haupthaus anschließt. Der Mutter zufolge hätte der Sohn diesen aber jederzeit verlassen können. Zudem habe sie ihn ausreichend versorgt.

Am Donnerstag hieß es von der Polizei hingegen, dass der Gesundheitszustand des Mannes "äußerst schlecht" gewesen sein. So sei der Mann laut einem Rettungssprecher etwa dehydriert gewesen.

Laut Zeugenaussagen wurde der Mann zuletzt vor den Sommerferien im Garten gesehen. Seine Mutter wurde auf freiem Fuß angezeigt. Über das weitere Vorgehen entscheidet nun die Staatsanwaltschaft Wien. 

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