Unbekannte sollen Passagierschiff auf Donau versenkt haben

Das älteste Passagierschiff auf der Donau - die "MS Ana" - wurde am Osterwochenende von Unbekannten versenkt, zudem wurde eine Fähre entwendet. Hinweise erbeten.
WIEN: UNBEKANNTE SOLLEN KLEINES PASSAGIERSCHIFF AUF DONAU VERSENKT HABEN

Unbekannte Täter sollen am Osterwochenende das älteste Passagierschiff auf der Donau - die "MS Ana" versenkt und eine Fähre entwendet haben. Die Feuerwehr barg das ungefähr zwölf Meter lange Schiff am Montag und hob es auf den Treppelweg, sagte Feuerwehrsprecher Jürgen Figerl am Donnerstag der APA. "Ich bin vom Osterurlaub zurückgekommen und hab die 'MS Ana' an Land vorgefunden", sagte der Besitzer, Kapitän Franz Scheriau, der APA. Er hat bei der Polizei Anzeige erstattet.

Der pensionierte Kapitän Scheriau betreibt und bewohnt das Wiener Schiffmuseum an der Donau. Sein Hausboot ist die "Frederic Mistral", ein 1914 erbautes Dampfschiff. Zum Museum gehört auch die im Jahr 1894 erbaute "MS Ana", das älteste Passagierschiff auf der Donau, zugelassen für zwölf Personen.

WIEN: UNBEKANNTE SOLLEN KLEINES PASSAGIERSCHIFF AUF DONAU VERSENKT HABEN

Die Feuerwehr barg das zwölf Meter lange Schiff am Montag.

Nur Mastspitze ragte aus Wasser

"Wir wurden am Ostermontag gegen 7.30 Uhr von der MA 45 Wiener Gewässer informiert, dass ein Schiff auf Grund liegt", berichtete Figerl der APA. Nur noch eine Mastspitze ragte aus dem Wasser. Feuerwehrtaucher befestigten Hebetonnen am Rumpf und machten das Schiff schwimmfähig. Mit einem Feuerwehrboot wurde es zur nächsten Einsetzstelle gebracht und dort von einem Feuerwehrkran auf den Treppelweg gehoben und gesichert abgestellt.

"Es kann nicht von selbst gesunken sein"

"Das Schiff hat kein Loch, es kann nicht von selbst gesunken sein", sagte Scheriau. Er hofft nun auf Hinweise, wer sein Boot versenkt und die Fähre Novara entwendet hat. Den Wert der "MS Ana", die er eigentlich verkaufen wollte, beziffert er mit 100.000 Euro, die Fähre soll rund 30.000 Euro wert sein.

Kommentare