Mord in Seniorenresidenz: Staatsanwaltschaft klagt 61-Jährigen an
In diesem Heim wurde die Frau getötet.
Im Fall jener am 20. Jänner in einer Seniorenresidenz in Wien-Döbling tot aufgefundenen 87-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordverdacht gegen den Verdächtigen erhoben. Das bestätigte seine Anwältin, Astrid Wagner, am Dienstag.
Mitarbeiter des Heimes hatten die Leiche der Frau damals in ihrem Bett entdeckt. Der Ende Jänner festgenommene Türke befindet sich seither in Untersuchungshaft.
Der Mann zeigt sich auch weiterhin nicht zum Vorwurf des Mordes gegen ihn geständig. Der Türke hatte bereits damals in seiner Einvernahme betont, dass er sich den Tod der Frau nicht erklären könne. „Er hat die Frau nur um Geld angebettelt, aber er hat sie nicht getötet“, sagte Wagner.
Zeugen sahen Verdächtigen in Seniorenresidenz
Der zum Tatzeitpunkt 61-Jährige war zuvor von den Ermittlern des Landeskriminalamts ausgeforscht worden. Wie sich herausstellte, war er am 19. Jänner mit einem Blumenstrauß in der Hand in der Seniorenresidenz gesehen worden. Auch Videoaufzeichnungen hatten den Verdacht gegen ihn erhärtet.
Zahlreiche Vorstrafen
Der 61-Jährige ist massiv vorbestraft. Zuletzt war er Anfang Juni 2020 wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er eine ältere Frau angeschwindelt und ihr mit falschen Versprechungen 180.000 Euro herausgelockt hatte.
Einer weiteren Bekannten hatte er 50.000 Euro entlockt. Nach seiner Enthaftung dürfte der Mann dem Glücksspiel nachgegangen sein. Er soll erhebliche Spielschulden aufweisen.
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