Nach Mord an Pensionistin (87): Verdächtiger in U-Haft

Front und Eingang eines Pensionistenheims bei verschneiten Straßen
Bei dem Verdächtigen bestehe Fluchtgefahr. Der 61-Jährige wurde kurze Zeit vor dem Leichenfund mit einem Blumenstrauß im Heim gesehen.

Der am vergangenen Freitag festgenommene 61-Jährige, der eine 87 Jahre alte Frau in einem Pensionistenheim in Wien-Döbling getötet haben soll, befindet sich wegen Tatbegehungs-, Verdunkelungs- und Fluchtgefahr in U-Haft. 

Das teilte Christina Salzborn, die Sprecherin des Landesgerichts, am Montagnachmittag auf APA-Anfrage mit. Die 87-Jährige war am 20. Jänner tot im Bett ihres Zimmers in der privaten Seniorenresidenz gefunden worden. Sie dürfte erstickt worden sein.

Im Hals der Frau wurde ein Schmuckstück gefunden. Ob sie daran erstickt ist, muss das schriftliche Obduktionsgutachten klären. Der 61-Jährige - ein gebürtiger Türke - konnte nach intensiven Ermittlungen das Landeskriminalamts ausgeforscht werden. 

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann wegen Mordverdachts. Wie sich herausstellte, war er kurz vor dem Auffinden der Leiche mit einem Blumenstrauß in der Hand in der Seniorenresidenz gesehen worden. Eine Verwandte seiner Lebensgefährtin soll nach APA-Informationen seit längerem in dem Pensionistenheim leben. Über diese könnte der Mann das spätere Opfer kennen gelernt und die 87-Jährige um Geld gebeten haben.

Spielschulden

Der 61-Jährige ist massiv vorbestraft. Zuletzt war er Anfang Juni 2020 wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er eine ältere Frau angeschwindelt und ihr mit falschen Versprechungen 180.000 Euro herausgelockt hatte. Einer weiteren Bekannten hatte er 50.000 Euro entlockt. 

Nach seiner Enthaftung dürfte der Mann dem Glücksspiel nachgegangen sein. Er soll erhebliche Spielschulden aufweisen.

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