Mo.ë: Die Künstler müssen nun doch ausziehen

mo.ë in der Thelemangasse 4, pica pica verein
Foto: /mo.ë Die Künstler räumen das Feld

Verein Pica Pica räumt Ende Mai die Thelemangasse 4. Eigentümer kann Neubau nun realisieren

Das Mo.ë in der Thelemangasse 4 (17. Bezirk) muss nun doch seine Tore schließen. Der Räumungsklage wurde in erster Instanz stattgegeben. Eine Berufung könnten sich die Künstler vom Verein "Pica Pica" nicht leisten. Deshalb haben sie sich mit dem Eigentümer auf eine Räumung Ende Mai geeinigt.

Wie der KURIER berichtete, weigerten sich die Künstler 2016 aus der ehemaligen Orden- und Medaillenfabrik Mandelbaum auszuziehen – obwohl ihr Mietvertrag mit Jahresende ausgelaufen war. Die Begründung lautete damals: Man habe in den vergangenen fünf Jahren hier ein Netzwerk aufgebaut. Das wolle man nicht aufgeben.

Nun muss es doch aufgegeben werden. Das Programm bis zur Räumung werde aber noch im Zeichen der gemeinsamen Arbeit der letzten sieben Jahre stehen: für Widerstand, der Türen öffnet statt sie zu verschließen: “Wir werden nicht aufhören zu fragen, wer den Wert eines Grätzels schafft und wer davon profitiert! Nun gilt es die in diesem Prozess gesammelten Erfahrungen, die unser Recht auf Stadt und künstlerisches Tun betreffen, nicht untergehen zu lassen, sondern dazu beizutragen weitere Aktionen anzukurbeln und langfristig widerständig zu bleiben.”

Klaus Molisch, Geschäftsführer der Vestwerk, möchte indes so rasch wie möglich mit den Bauarbeiten beginnen: "Ich habe mich korrekt verhalten, der Vertrag ist normal abgelaufen. Dennoch habe ich den Stempel des Bösen bekommen und den Vermögensschaden. Ich habe mehr als ein Jahr und viel Geld verloren."

(kurier / amb) Erstellt am
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