© Kurier/Gilbert Novy

Chronik Wien
10/14/2021

Mini-Museum in der Wiener Votivkirche eröffnet

In der Votivkirche kann man sich ab Freitag mit der Geschichte des Gotteshauses auseinandersetzen.

Von liturgischen Geräten über ein Architekturmodell bis zum "Antwerpener Passionsaltar": Ein 170 Quadratmeter kleines Museum, das im erhöhten Oratorium der Votivkirche untergebracht ist, zeichnet anhand ausgewählter Objekte die Geschichte des neugotischen Wiener Gotteshauses nach.

Die Ausstellungsflächen waren zuletzt wegen Renovierungsarbeiten der Kirche für längere Zeit geschlossen und werden nun am Freitag mit einer neu konzipierten Dauerschau wiederbelebt. Entstanden ist die Ausstellung unter der Federführung des Instituts für Konservierung und Restaurierung der Universität für angewandte Kunst.

Ihren Ausgangspunkt stellt das misslungene Attentat auf den jungen Kaiser Franz Joseph I. am 18. Februar 1853 dar. Sein Bruder Max rief in der Folge zu Spenden auf, um eine Gedächtniskirche zu erbauen. So wurde die Votivkirche nach Plänen von Heinrich Ferstel zwischen 1856 und 1879 errichtet.

Der Antwerpener Passionsaltar, das älteste Ausstellungsstück des neuen Mini-Museums

Prunkmonstranz entworfen von Heinrich Ferstel und gespendet von den andeligen Damen Österreichs

Der Blick aus dem neuen Mini-Museum auf den Altar der Votivkirche

Geschichte hinter den Objekten

"Bei der Konzeption der Ausstellung wurde besonderer Wert daraufgelegt, dieses neogotische Gesamtkunstwerk zur Geltung zu bringen. Gleichzeitig ist das Ziel, die Geschichte hinter den Objekten zu erzählen", wurde Konzeptverantwortliche Johanna Runkel in einer Aussendung zitiert.

Die gezeigten Objekte reichen von wertvollen liturgischen Gegenständen über originale Entwurfszeichnungen für die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Glasmalereien bis zum von Kirchenmodell von Ferstel und der von ihm entworfenen Prunkmonstranz.

Sonderausstellungen in Zukunft 

Der Welt des Historismus gegenübergestellt wird das älteste Stück der Sammlung: der "Antwerpener Passionsaltar", der Mitte des 15. Jahrhunderts in Antwerpen und Brüssel entstanden ist. Ursprünglich war er von Kaiser Franz Joseph I. für die Ambraser Kunst- und Wunderkammer angeschafft worden, gelangte aber auf Bitten des Wiener Erzbischofs in die Votivkirche.

Abseits der Dauerschau sollen in Zukunft auch Sonderausstellungen in dem kleinen Museumsraum stattfinden. Eine erste über "Frauen der Votivkirche" und deren Rolle bei der Kirchengründung sei für 2022 bereits in Planung, hieß es.

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