Eines der gestohlenen Bilder: Carl Moll, Kirschbl√ľten in Grinzing

© /Polizei

Kunstraub
09/10/2014

Millionen-Coup in Wien Hietzing

Gestohlene Kunstwerke sind rund zwei Millionen Euro wert. Diebe umgingen Alarmanlage.

Es war offenbar ein perfekt geplanter Coup. Ende August gelang es unbekannten T√§tern, eine 73-j√§hrige Kunstsammlerin in Wien-Hietzing nahe dem Lainzer Platz um ihre 71 Gem√§lde (von Friedrich Loos bis Oskar Kokoschka) zu bringen. Die Polizei geht davon aus, dass die Diebe w√§hrend eines zehnt√§gigen Urlaubs des Opfers mit einem Umzugs-Lkw vorfuhren und die gesamte Villa auspl√ľnderten. Die Alarmanlage umgingen die Profis .

Kein einziger Zeuge wurde bisher ausfindig gemacht. Doch mit allzu gro√üem Eifer d√ľrfte sich die Polizei auch nicht auf die Suche gemacht haben. Eine √∂ffentliche Fahndung unterblieb.

Erst rund zwei Wochen nach der Tat wurden die gestohlenen Bilder im Wert von rund zwei Millionen Euro auf der Fahndungsseite des Innenministeriums ver√∂ffentlicht. Der Vorfall wurde bis dahin geheim gehalten. Die Bilder k√∂nnten somit l√§ngst weiterverkauft worden sein. Der Vorteil der Kunstwerke ist auch, dass sie alle von √∂sterreichischen K√ľnstlern (wie etwa Koloman Moser oder Alfons Walde) sind und durchwegs einen Wert unter 50.000 Euro haben. Die Aufmerksamkeit ist deshalb am Kunstmarkt meist nicht so gro√ü wie bei den ganz teuren Werken.

Das Opfer hatte sie in den vergangenen zehn Jahren erworben, das letzte erst f√ľnf Wochen vor ihrem Urlaub.

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