McDrive-Filiale in Döbling öffnet ab Donnerstag ihre Fenster
Knapp einen Monat dauerten die Bauarbeiten für die neue McDrive-Filiale in der Böhmmühlgasse, nun eröffnet das Pop-Up-Lokal bereits früher als erwartet. Eigentlich wäre der Startschuss für den Betrieb des Pop-Ups für Ende Juli vorgesehen gewesen.
Bis Ende des Jahres soll das McDrive in Betrieb sein - die Bewilligung der Baupolizei läuft bis 31. Dezember. Währenddessen wird die bestehende Filiale in der Heiligenstädter Straße abgerissen und am selben Standort wieder neu gebaut. Das Gebäude wird noch Ende Juli abgerissen.
Der Standort habe nicht mehr alle Standards erfüllt, hieß es. Nach Fertigstellung des Neubaus soll das temporäre McDrive wieder abgebaut werden. Das neue Restaurant soll dann planmäßig Ende 2026 öffnen. Es soll deutlich mehr Sitzplätze auf zwei Ebenen geben, außerdem eine doppelte McDrive-Spur, heißt es vom Unternehmen.
Bis dahin müssen die Gäste ins Pop-Up-Lokal ausweichen. „Dank des Pop-up Restaurants können wir die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern. Viele von ihnen sind seit mehr als 20 Jahren Teil unseres Teams – sie tragen maßgeblich zum Erfolg des Restaurants bei“, erklärt Franchisenehmer Patrick Köck, der das Restaurant seit seiner Eröffnung führt.
Reduzierte Öffnungszeiten
Das Pop-up Restaurant wird in kompakter Form betrieben, heißt es von McDonald’s. Aufgrund der begrenzten Fläche sind keine Sitzplätze möglich, sämtliche Speisen und Getränke – mit Ausnahme des McCafé-Angebots – können jedoch wie gewohnt mitgenommen werden.
Das Pop-Up wurde in drei Wochen gebaut.
Kritik der Anrainer
Auch wenn das Pop-up-Lokal nur temporär steht, ist es vielen ein Dorn im Auge. Mehr als 250 Anwohner sprachen sich im Rahmen einer Bürgerinitiative gegen das Lokal aus. „Unsere Sorge war von Anfang an eindeutig, das Drive-in wird einen weiteren Anziehungspunkt für die Tuning-Szene schaffen und die bereits jetzt massive nächtliche Lärm- und Verkehrsbelastung im Grätzl weiter verschärfen“, sagte etwa Hanna* zum KURIER, die an der betroffenen Kreuzung wohnt.
Die Heiligenstädter Straße - und einige Seitenstraßen - gilt seit Jahren als Hotspot für „Roadrunner“. Die Raser nutzen die Strecke gerne für illegale Straßenrennen, was Geschwindigkeits- und Lärmbelästigungen zur Folge hat. Für die Anwohner ist die Entscheidung, das Pop-up-Lokal zu errichten, nicht nachvollziehbar.
„Anliegen der Nachbarschaft ernst nehmen“
Köck betont, rund um den Neubau des temporären Pop-ups in regelmäßigem Austausch mit den Bezirksvertretern in Döbling gewesen zu sein. „Es war uns wichtig, den Dialog von Anfang an offen zu führen und die Anliegen der Nachbarschaft ernst zu nehmen. Wir sind dankbar, dass die zuständigen Magistratsabteilungen alle Einwendungen sorgfältig geprüft haben und wir gemeinsam Maßnahmen umsetzen konnten, die sowohl den Betrieb als auch die Interessen der Anrainerinnen und Anrainer berücksichtigen“, so Köck weiter.
Dazu zählen unter anderem eine besonders leistungsfähige Abluftreinigung, schalltechnische Optimierungen, reduzierte Lichtemissionen in den Nachtstunden und ein Abfallwirtschaftskonzept aber auch regelmäßigen Kontrolle. „Ziel war es, mögliche Auswirkungen auf die Nachbarschaft bestmöglich zu minimieren und den Betrieb im Einklang mit den behördlichen Vorgaben zu gestalten“, berichtet Köck.
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