FPÖ wirbt mit "Vater Schnitten": Manner mag das eben nicht
Der Vatertag ist vorbei, nur eine Debatte ist geblieben. Nämlich, ob die FPÖ einfach so ein Packerl Manner Schnitten in eine eigene Hülle packen und als "Vater Schnitten" verteilen kann.
Das ist nämlich schon wieder passiert. Diesmal in Simmering, im März 2018 war es die heutige Salzburger FPÖ-Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek. Diese hatte - sogar angelehnt an den Manner-Schriftzug - mit "Marlene mag man eben" geworben.
Manner hatte dagegen rechtliche Schritte eingeleitet, Svazek musste das gesamte Branding dieser Kampagne überkleben.
So weit wird es in Simmering nicht kommen, wie Pressesprecherin Karin Steinhart einräumt. "Da ist nichts dabei, was unsere Markenrechte verletzen würde", sagt sie auf KURIER-Anfrage nach Rücksprache mit ihrer Rechtsabteilung, "da können wir nichts dagegen unternehmen."
"Tut uns weh, vereinnahmt zu werden"
Schließlich könne jedes Unternehmen Manner Schnitten kaufen und mit einer Hülle überziehen. "Solange unser Logo, der Schriftzug oder die Farbe nicht verwendet wird, haben wir keine rechtlichen Möglichkeiten", ergänzt die Sprecherin, die aber betont: "Es tut uns sehr weh, wenn wir politisch vereinnahmt werden. Denn Manner ist für alle da." Politische Parteien unterstütze man nicht, betont Steinhart.
Wobei sie auch zugibt, dass manche Aktionen das Wiener Traditionsunternehmen freuen. Etwa, dass die Außenministerin Beate Meinl-Reisinger Manner Schnitten als typisch österreichisches Produkt in New York mit hatte.
Mit Manner Schnitten auf Heimreise geschickt
Nicht gefreut hat sich Manner allerdings über eine andere Aktion aus dem rechten Spektrum. Vor einigen Jahren wurden Manner Schnitten vor einem Asylheim verteilt. "Mit der Botschaft, dass die Asylwerber heimfahren sollen", ärgert sich Steinhart heute noch über diesen unfreundlichen Akt, für den die Manner Schnitten missbraucht worden seien: "Leider kommen solche unangenehmen Aktionen auch immer wieder vor."
Gefragt wurde Manner im Fall der Simmeringer FPÖ jedenfalls nicht. Was Steinhart nicht überrascht: "Wenn wir in einem solchen Fall gefragt werden, sagen wir nein, weil wir politische Aktionen nicht unterstützen. Das wissen viele, deshalb fragen sie nicht."
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