Bereits 200.000 Besucher bei neuem Kunstpark in Floridsdorf

Eine Frau als Statue im neuen Kunstpark am Mühlschüttel.
Erste Bilanz für von André Heller kuratiertem Bank-Austria-Park am Mühlschüttel.

Etwas abgelegen, am Mühlschüttel in Floridsdorf, liegt der Bank-Austria-Park. Es ist jener Park, in dem Kunstwerke, die von André Heller kuratiert wurden, zu bewundern sind. Erst im Herbst wurde dieser eröffnet, nun zog die Bank Austria, namensgebender Sponsor, eine Bilanz.

Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) haben bereits 200.000 Wienerinnen und Wiener ab 16 Jahren den Park besucht. Touristen und Besucher aus anderen Bundesländern seien dabei noch nicht berücksichtigt worden, hieß es in einer Aussendung.

Dreiviertel der bisherigen Besucher zeigten sich zudem angetan: 75 Prozent bewerteten den Park als „sehr gut“ oder „gut“. Stolze 88 Prozent der Wiener Bevölkerung begrüßt generell die Errichtung eines neuen Kunstparks in Wien.

„Gelungener Coup“

„Mit dem Heller-Park ist der Bank Austria und der Stadt Wien ein echter Coup gelungen“, sagt darum Christoph Haselmayer, Geschäftsführer des IFDD. „Der neue Park kommt hervorragend an – vor allem der freie und kostenlose Zugang zu den Kunstwerken wird geschätzt.“

Bei der Bekanntheit gibt es dennoch Luft nach oben. Nur knapp ein Drittel der rund tausend Befragten hatte vor der Umfrage schon von dem Park gehört. Abgefragt wurde auch Generelles zum öffentlichen Raum. 94 Prozent ist ein freier öffentlicher Zugang zu Gewässern wie der Donau wichtig bzw. sehr wichtig. Noch höher sind die Werte bei der Frage, wie wichtig öffentliche Grünflächen für die Lebensqualität einer Stadt sind. Für 67 Prozent sind sie „sehr wichtig“, für weitere 28 Prozent „wichtig“. Für 73 Prozent trägt Kunst im öffentlichen Raum wesentlich zur Attraktivität einer Stadt bei. 29 Prozent schätzen den Beitrag der Kunst als „sehr hoch“, 44 Prozent als „hoch“ ein.

Da die öffentliche Hand derzeit unter massivem Spardruck leidet, wurde auch gefragt, wie die Bevölkerung dazu steht, dass die Stadt Wien mit Unternehmen bei der Umsetzung öffentlicher Projekte wie Parks oder Kulturangebote, wo die Kosten aufgeteilt werden, zusammenarbeitet. Genau die Hälfte, also 50 Prozent, bewertet das als „eher positiv“, weitere 19 Prozent als „sehr positiv“. 

47 Prozent ist es zudem „sehr wichtig“, dass sich große Unternehmen wie Banken im kulturellen, sozialen Bereich und im Umwelt- und Klimaschutz engagieren. Weitere 27 Prozent sehen das als „eher wichtig“ an. Wenn ein Unternehmen einen Park oder ein Kulturprojekt mitfinanziert, ist es 92 Prozent wichtig, dass dieser frei zugänglich ist und ohne Konsumzwang besucht werden kann.

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