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Neue Nuklearmedizin hinter alter Fassade

Das erste Provisorium für die neue Zentralklinik Hietzing ist fertig. Untergebracht ist die Nuklearmedizin.
Eine medizinische Fachkraft in Schutzkleidung arbeitet in einem Labor.

Noch bevor entlang der Hermesstraße die neue Zentralklinik bis 2039 entsteht, werden auf dem Areal der Klinik Hietzing die Weichen dafür gestellt. Mit der Eröffnung des sanierten Pavillons 14 ist nun das erste Interimsprojekt abgeschlossen. Mit den Bauarbeiten wurde im Jänner 2025 begonnen, seit Juni logiert dort die Abteilung Nuklearmedizin.

Bautechnische Herausforderungen

Dass ausgerechnet ein denkmalgeschützter Pavillon zur Heimat einer hochspezialisierten Abteilung wird, brachte einige Herausforderungen mit sich. „Es war nicht nur eine Sanierung. Unser Ziel war es, moderne Standards bei Technik, Sicherheit und Arbeitsabläufen in die bestehende Bausubstanz zu integrieren“, sagt der Bauprojektleiter Maximilian Holzer. Vor allem die statische Verstärkung des Gebäudes und dabei den Denkmalschutz zu beachten, sei aufwendig gewesen.

Wie komplex das Projekt war, zeigt sich im Herzstück der Abteilung: die zwei Räume für die neuen Geräte namens SPECT-CTs. Das mehrere Tonnen schwere Gerät stellt höchste Anforderungen an das Gebäude. Denn Punkte wie ein geeigneter Strahlenschutz mussten beachtet werden. Das habe man mit sich im Raum befindenden verschiebbaren Schutzelementen umgesetzt, um die denkmalgeschützte Fassade unverändert zu lassen.

Mehr Kapazitäten

Auch aus medizinischer Sicht bringt die Sanierung viele Vorteile. „Unsere Anforderungen an Patientenzufriedenheit, Mitarbeitendenzufriedenheit und Strahlenschutz konnten wir in die Planung einbringen“, sagt Siroos Mirzaei, Vorstand des Instituts für Nuklearmedizin. 

Durch die Raumaufteilung lassen sich nun aktive und inaktive Bereiche für Behandlungen mit Strahlung klar trennen. Dadurch werden Arbeitsabläufe vereinfacht und zusätzliche Kapazitäten geschaffen. „Wir können die konventionellen nuklearmedizinischen Untersuchungen langfristig ausbauen, weil wir die Patienten besser aufteilen können.“ Zudem wurde die Medizintechnik modernisiert und ein Farbleitsystem eingeführt, das die Orientierung für Patienten erleichtern soll. 

Pavillon 14 bleibt aber nicht das einzige Gebäude, das als Provisorium bis zur Fertigstellung der Zentralklinik dienen soll. Bis Anfang nächsten Jahres ziehen Pavillon 9 und 13 nach. Dort sollen  weitere Abteilungen temporär untergebracht werden. Insgesamt kostet die Sanierung von Pavillon 14 12,6 Millionen Euro, alle drei 77 Millionen Euro.

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