Chronik | Wien
09.03.2018

Keine Gackerl-Sackerl für Tierschutzverein

Der Wiener Tierschutzverein muss sich seine Sackerl künftig selbst finanzieren.

Der Brief, den der Wiener Tierschutzverein (WTV) kürzlich erhalten hat, stinkt für die Mitarbeiter zum Himmel: Die Tierschützer müssen die Gackerl-Sackerl künftig aus den Spendengeldern finanzieren. Bisher wurden die unverzichtbaren Utensilien von der MA48 zur Verfügung gestellt – weil der Wiener Tierschutzverein aber in Vösendorf an der Stadtgrenze zu Niederösterreich liegt, gibt’s nun keine Häuferl-Entsorgungs-Unterstützung mehr.

„Es verwundert uns, weil der Verein ja auf einem Grundstück der Stadt Wien steht. Dass gemeinnützige Arbeit nicht unterstützt wird, ist sehr schade“, sagt WTV-Sprecher Oliver Bayer. FP-Tierschutzsprecher Udo Guggenbichler wundert sich unterdessen, dass das Wiener Tierquartier weiter unterstützt wird. "Die Hundebetreuer benötigen diese Sackerl dringend für die tägliche Arbeit mit den Tieren."

Um viel Geld geht es bei der Sache wohl nicht. 50 Sackerl kosten um die drei Euro - der WTV benötigt mehrere Hundert Stück im Monat. Laut Oliver Bayer geht es aber darum, dass dieses Geld eigentlich für die Betreuung der Tiere verwendet werden sollte.

Kurios ist auch, dass die Homepage der Firma, die von der MA48 als neue Bezugsquelle angegeben wurde, derzeit offline ist.