Tränenreicher Abschied von Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál
Drei Taschentücher musste Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bei der Landtagssitzung am Dienstag verteilen. Grund für die vielen Tränen war der Abschied von Wohnbau- und Frauenstadträtin und Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál. Sie legte aus persönlichen Gründen ihr Amt zurück. Zuvor aber hielt sie noch ihre Abschiedsrede.
Die „richtigen Worte“ dafür zu finden, falle ihr nicht leicht, sagte Gaál, bevor sie einige ihrer beruflichen „Highlights“ darlegte. Darunter die Widmungskategorie „Geförderter Wohnbau“, strengere Regeln für Kurzzeitvermietung und beim Altbautenschutz oder die Eröffnung des fünften Frauenhauses.
Ihr Dank galt neben Bürgermeister Ludwig auch dem Koalitionspartner, dem Gemeinderat und ihrer Familie. An diesem Punkt kamen Gaál schließlich die Tränen. Bürgermeister Ludwig überreichte das erste Taschentuch. Zwei weitere folgten während der anschließend auf die scheidende Stadträtin gehaltenen Abschiedsreden.
Rosen gestreut
Sabine Keri, die Frauensprecherin der ÖVP, hob in ihrer Rede die „frauenpolitischen Meisterleistungen“ Gaáls hervor. Peter Kraus (Grüne) sprach von „wertschätzender Zusammenarbeit auf Augenhöhe“ und zahlreichen „inhaltlichen Erfolgen“. Letztere zum Teil auch im Kleinen, etwa die Förderung von außen liegendem Sonnenschutz.
Kritik gab es auch von der FPÖ nicht: „Ich bin in meinen Reden immer ein bisschen kritischer, einer, der reinfährt. Das tue ich heute nicht. Weil es keinen Grund dafür gibt“, sagt Michael Niegl (FPÖ).
Rosen streuten auch der Koalitionspartner sowie die eigene Partei. SPÖ-Klubchef Josef Taucher etwa sagte: „Ich hätte gerne noch viele Jahre mit dir für diese Stadt gearbeitet.“ Er sprach von ihrer ruhigen und unaufgeregten Art. Niemals sei sie „hysterisch“ gewesen.
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