Katalysator-Diebe in Wien gefasst: Trio gesteht weitere Taten
Die Polizei forschte die Diebe aus (Symbolfoto)
Die Polizei hat in der Nacht auf Dienstag in Wien-Simmering drei Katalysator-Diebe unmittelbar nach einem Coup ertappt. Laut Polizeisprecherin Anna Gutt hatte ein Zeuge in der Mautner-Markhof-Gasse gegen 4.45 Uhr das Trio bei der Arbeit mit einem Winkelschleifer an einem geparkten Wagen bemerkt, diese gefilmt und die Exekutive alarmiert.
Die Täter fuhren aber noch vor dem Eintreffen der Beamten in einem SUV mit slowakischem Kennzeichen davon.
Die Polizei leitete eine Sofortfahndung ein und stoppte den Wagen unweit des Tatorts. In dem Geländewagen fanden die Beamten den Winkelschleifer, einen Wagenheber, drei ausgebaute Katalysatoren und Arbeitshandschuhe.
Die Insassen, slowakische Staatsbürger im Alter von 21, 24 und 25 Jahren, gaben die Diebstähle zu und gestanden zudem weitere ähnlich gelagerte Coups in Österreich. Die Außenstelle Süd des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen.
Die Festgenommenen wurden wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Diebstahls und des Diebstahls im Rahmen einer kriminellen Vereinigung angezeigt und in eine Justizanstalt überstellt.
Katalysatoren sind beliebtes Diebesgut
Gutt sagte auf Nachfrage der APA, dass Katalysatoren bei Kriminellen sehr beliebt sind. Sie lassen sich einerseits sehr schnell ausbauen, überhaupt bei älteren Fahrzeugen soll dies innerhalb weniger Minuten erledigt sein. Zudem sind in den Kats Edelmetalle wie Palladium, Platin und Rhodium verbaut. Vor allem letzteres ist überaus wertvoll und bringt mehr als das Doppelte als die gleiche Menge einer 750er-Goldlegierung. Nicht zuletzt deshalb werden Katalysatoren auch gerne recycelt. Für Opfer von Katalysator-Diebstählen wird es richtig teuer. Sie müssen mit mehreren Tausend Euro rechnen.
Kommentare