© APA/GEORG HOCHMUTH

Chronik Wien
05/19/2020

Kampf gegen die Hitze: 22 neue „Coole Straßen“ für Wien

Im Kampf gegen Hitzewellen greift die rotgrüne Stadtregierung zu unkonventionellen Methoden. Vier "coole Straßen" bleiben.

In Wien werden in diesem Sommer 22 „Coole Straßen“ eingerichtet. Statt Autos gibt es ab 22. Juni in den betreffenden Abschnitten Bänke, Rollrasen und Sprühnebel. Während 18 Projekte mit 20. September wieder auslaufen, werden vier Straßen zu dauerhaften „Coolen Straßen Plus“ umgebaut. Das kündigt Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) an.

Dort soll es Baumpflanzungen, helleren Asphalt sowie Schatten- und Wasserelemente geben. Die vier nicht-temporären Zonen entstehen in der Phorusgasse (Wieden), der Goldschlagstraße (Penzing), der Pelzgasse (Rudolfsheim-Fünfhaus) und in der Franklinpromenade (Floridsdorf).

Fahr- & Parkverbot

Temporär abgekühlt werden laut Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) Börsegasse, Alliiertenstraße, Karmeliterplatz, Waltergasse, Pannaschgasse, Christian-Broda-Platz, Kandl-gasse, Schlesinger Platz, Servitengasse, Spittelauer Platz, Hardtmuthgasse, Wolfganggasse, Meiselstraße, Markgraf-Rüdiger-Straße und Burjanplatz, Hasnerstraße, Dor-nerplatz, Staudgasse sowie die Putzendoplergasse.

Die Maßnahme soll einen Beitrag im Kampf gegen Hitzewellen in der Stadt sein. Die 22 „Coolen Straßen“, in denen ein Fahr- sowie Park- und Halteverbot gilt, wurden auf Basis der Wiener Hitzekarte ausgewählt. Sie verteilen sich über die ganze Stadt. In den sechs Bezirken Landstraße, Simmering, Hietzing, Döbling, Brigittenau und Donaustadt sind keine vorgesehen.

Im Vorjahr gab es drei Erfrischungszonen in Landstraße, Favoriten und Ottakring – damals als spontane Aktion gegen die Hitze. Nach positivem Feedback stellte Hebein im Herbst einen Ausbau in Aussicht. Klimatische Tests hätten gezeigt, dass die Umgebungstemperatur in den „coolen“ Arealen um bis zu fünf Grad gesenkt werden konnte.