© Daniel Zupanc

Chronik Wien
10/24/2019

Jö schau, ein Pinguin aus Bronze!

Gottfried Kumpfs neuestes Werk sorgt für große Augen bei den lebendigen Artgenossen im Tiergarten Schönbrunn.

von Stephan Andrejs

"Ein Pinguin mit Jungem" ist demnächst exklusiv im Dorotheum erhältlich. 
Vorher macht die Brozefigur aber noch einen Abstecher in den Zoo.

So ganz geheuer ist der eiskalte, steife kleine Artgenosse den Königspinguinen im Schönbrunner Polarium nicht. Einer pickt der Figur sogar kräftig in den Schädel. Vergebens, aber länger als für den Werbeauftritt nötig, bleibt die Skulptur auch nicht hier. Demnächst gibt es sie exklusiv in der Dorotheum Galerie zu kaufen.

„Meine Sammler haben immer gefragt, wann machen Sie einen Pinguin als Bronzeskulptur? Und nachdem ich selber sehr gerne Tierfamilien in Skulpturengruppen mache, aus Bronze, da hab ich natürlich eine Anregung gefunden bei den Pinguinen." erzählt Gottfried Kumpf am Rand der Begegnung seiner Figur mit ihren lebendigen Artgenossen. 

Kumpfs Kultfiguren

Der Maler, Grafiker und Bildhauer Gottfried Kumpf gestaltet gerne Tierskulpturen aus Bronze. Diesmal sollte es das behütende, fürsorgliche Brüten der Pinguine sein. Circa 20,5 cm hoch, 2,7 Kilo schwer und exakt 4.190 Euro teuer. Sammler warten jedes Jahr sehnsüchtig auf die neuen Figuren, die Kumpf für das Dorotheum schafft und die es nur in einer kleinen limitierten Auflage gibt.

Neben der Pinguinfigur sind das heuer „Happy, der Glücksdrache“ und „Felix, der Löwe“, die die Sammlerherzen höher schlagen lassen. Und jenes des Dorotheums, denn die Tierskulpturen sind natürlich auch ein gutes Geschäft, diesmal aber auch ein guter Grund nachzuforschen, erzählt Karin Saey, Handelschefin beim Dorotheum: „Viele Pinguinarten sind bedroht. Die Auswirkung des Klimawandels auf die Königspinguine lässt sich aktuell noch nicht abschätzen. Das hat uns veranlasst, für diese Tiere eine Patenschaft im Tiergarten Schönbrunn zu übernehmen, um dieses Problem stärker ins allgemeine Bewusstsein zu bringen.“

Lieblinge der Kinder

Dass die Flossentaucher es Kumpf angetan haben ist kaum verwunderlich. Wie den meisten Künstlern wohnt auch in dem Salzburger ein neugieriges, kindliches Gemüt. Und wenn die kleine Wiener Königspinguin-Kolonie Richtung Eiswasserbecken watschelt, nur um dann umso eleganter darin einzutauchen, strahlen Kinder- wie Künstleraugen gleichermaßen.

Tiergartenchefin Dagmar Schratter: „Pinguine zählen im Tiergarten zu den beliebtesten Vögeln. Das zeigt sich nicht zuletzt an der großen Anzahl an Patenschaften. Wir freuen uns, dass die Dorotheum Galerie nun die Patenschaft für unsere Königspinguine, die zweitgrößte Pinguinart, übernommen hat.“

Gottfried Kumpf

Geboren 1930 im Bezirk Hallein, Salzburg, lebt Gottfried Kumpf nach langen Jahren in Breitenbrunn im Burgenland nun in Wien. Seit 2004 entwirft der Künstler mehr als 40 Skulpturen exklusiv für die Dorotheum Galerie, von humorvollen Bronzen wie Harlekin und Harlekina, über die zwölf Sternzeichen bis hin zu bezaubernden Tierfiguren und dem legendären „Asozialen“.  Eine kleine Werkschau des Künstler bietet das Palais Dorotheum in der Wiener Innenstadt vom 7. November bis zum 31. Dezember werktags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

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