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Chronik Wien
11/29/2021

Jetzt wird auch in Wiener Hallenbädern geimpft

Im Amalienbad und Brigittenauer Hallenbad wurden Impfboxen eingerichtet. Tägliche Gesamtkapazität: fast 2.000 Personen.

Stechen statt Schwimmen: In Wien haben am Montag die ersten Corona-Impfstraßen in Hallenbädern ihren Betrieb aufgenommen. Sie wurden im Amalienbad im 10. Bezirk und im Brigittenauer Hallenbad im 20. Bezirk eingerichtet. Die Freizeiteinrichtungen sind derzeit aufgrund des Lockdowns geschlossen.

Zur Anwendung kommt in den beiden Bad-Impfanstalten vor allem das Vakzin von Moderna. Für Personen unter 30 Jahren steht jedoch auch der Impfstoff von Biontech/Pfizer zur Verfügung - das gilt auch für Menschen, die sowohl den ersten bzw. zweiten Stich mit Pfizer erhalten haben und die Impfreihenfolge komplett halten wollen.

Insgesamt können an diesen beiden Standorten pro Tag 1.980 Menschen immunisiert werden. Geöffnet sind die Bad-Impfstellen täglich von 7 bis 19 Uhr. Eine Anmeldung ist nötig - wobei das Interesse sehr groß ist, wie Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bei der Eröffnung der Stichgelegenheit im Amalienbad in Favoriten berichtete. Der für Bäder zuständige Stadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) verwies darauf, dass man die Impfstellen innerhalb von nur einer Woche eingerichtet habe.

Omikron-Variante: Drittimpfung besonders wichtig

Über das weitere Vorgehen Wiens in Sachen Corona-Maßnahmen und Lockdown wollte Hacker heute nicht spekulieren. „Wir wissen noch nicht, wie die Bundesregierung entscheiden wird“, gab er zu bedenken: „Sicher sagen kann ich, dass Wien weiter seinen vorsichtigen Kurs gehen wird.“

Die neue Omikron-Variante werde wohl auch in Wien schon eingelangt sein, vermutete er. Denn man könne davon ausgehen, dass sie in ganz Europa schon vorhanden sei. Umso nötiger sei es, klarzumachen, dass auch die dritte Impfung besonders wichtig sei, hob der Stadtrat hervor. Überrascht, dass es zu einer Mutation gekommen sei, sei man aber nicht.
Die beiden Impfstellen sollen auch weiter bestehen, falls die Schwimmbäder demnächst wieder öffnen dürfen, betonte ein Sprecher auf Anfrage der APA. Zugleich werden auch Kapazitäten verlagert. Der Impfcontainer am Reumannplatz wird geschlossen. Geimpft wird dafür in einer benachbarten Einkaufspassage - wo kein Anstellen in der Kälte nötig sein sollte.

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