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Chronik Wien
07/31/2019

Inseln des Klimaschutzes inmitten der Stadt

Heizen und Kühlen mit Öl oder Gas ist in Neubauten bald Geschichte - zumindest in manchen Gebieten Wiens.

Über 30 Grad in der Wohnung, keine Abkühlung in Sicht, auch nicht in der Nacht. Es folgen schwere Regengüsse. Auch in Wien spürt man die Folgen der Klimakrise. Ein zentraler Hebel für den Klimaschutz in einer wachsenenden Millionenstadt liegt im Neubausektor.

Deshalb werden Klimaschutz-Gebiete geschaffen: Alle Neubauten der Stadt - auch soziale und geförderte Wohnungen - werden verpflichtend ohne Heizung mit Öl und Gas geplant und errichtet. Klimaschutzstadträtin und Vizebürgermeisterin, Birgit Hebein: "Wir senken damit den CO2-Verbrauch der Neubauten um bis zu 80 Prozent und sparen so alleine bis 2030 bis zu 112.000 Tonnen CO2. Das entpricht über 1.000 Pkw-Fahrten zum Mond und retour."

Acht von zehn Neubauten in Klimaschutz-Gebieten

Acht von zehn Neubauten befinden sich in den Klimaschutz-Gebieten. Heizung, Kühlung und Warmwasseraufbereitung müssen entweder über erneuerbare Energiequellen wie Biomasse, Solar, Erdwärme oder über Fernwärme erfolgen.

Peter Kraus, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtplanung und Infrastruktur: "Wien wird damit europaweit Vorreiterin und ermöglicht tausenden Wienerinnen und Wienern klimaschonend zu heizen und zu kühlen."

Die ersten Bezirke sind der 2., 3., 7. und 16. Bezirk, dann soll die Ausrollung der Klimaschutz-Gebiete in weiteren Bezirken folgen. In den Klimaschutz-Gebieten entstehen pro Jahr 8.000 Wohnungen.