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Wien
08/18/2014

Initiative kämpft gegen Bettlerhaus im 15. Bezirk

Eigentümer des Mehrparteienhauses geht nicht dagegen vor.

von Birgit Seiser

100 Unterschriften sind ein kleiner Schritt im Kampf gegen eines der rund 80 Wiener Bettlerhäuser. Trotzdem hoffen die Anrainer der Gebrüder-Lang-Gasse in Rudolfsheim-Fünfhaus, damit etwas gegen das Haus Nummer 15 bewirken zu können.

Seit mehr als zwei Jahren kämpft Helene S. mit Unterstützung der Nachbarn gegen die Zustände in dem Haus an. "Es gab Hunderte Polizeieinsätze. Dauernd sitzen die Menschen vor dem Haus und schreien herum. Es gibt Ratten, weil auf der gesamten Straße Müll verteilt liegt", klagt die Bewohnerin des Nachbarhauses. Passiert ist – wie so oft in der Causa Bettlerhäuser in Wien – bisher wenig. Den Behörden sind wieder einmal die Hände gebunden.

Besitzer tut nichts

Der Eigentümer des Mehrparteienhauses betreibt sein Facilityservice im 6. Bezirk und sieht sich laut den Anrainern selbst als Opfer. Angeblich hat Jürgen J. keine Handhabe gegen das, was in seinem Haus passiert.

Dass das aber nicht ganz stimmen kann, bestätigt Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal dem KURIER. "Er behauptet, dass die Mieter illegal untervermieten würden. Dagegen kann ein Hausbesitzer aber vorgehen. Nachdem sich das jetzt schon mehr als ein Jahr lang hinzieht, scheint er nie eine Klage eingereicht zu haben", sagt Zatlokal. Besitzer Jürgen J. war für den KURIER nicht erreichbar – der versprochene Rückruf blieb aus.

Anrainerin Helene S. glaubt, dass in dem Haus auch ein Zwischenlager für Konkursware, Schrott und Altwaren angesiedelt ist: "Immer wieder kommen Lkw und laden den Schrott im Haus ab." Der Polizei sind diese Vorwürfe bekannt. Konkrete Beweise, dass hier ein illegales Gewerbe betrieben wird, fehlen aber.

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