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Flüchtlinge
02/10/2016

Hilfswerk Wien öffnet seine Sozialmärkte für Asylwerber

Einkaufspässe gibt es zudem für subsidiär Schutzberechtigte.

Das Wiener Hilfswerk öffnet seine beiden Sozialmärkte in Neubau (Neustiftgasse 73-75) und Ottakring (Hyrtlgasse 28), in denen von Armut betroffene Bundeshauptstädter günstig Lebensmittel einkaufen können, nun auch für Asylwerber und subsidiär Schutzberechtigte. An diese beiden Gruppen würden ab sofort ebenfalls Einkaufspässe ausgegeben, teilte die Organisation am Mittwochnachmittag mit.

Unterstützung für von Armut betroffene Gruppen

Das Wiener Hilfswerk trägt damit der aktuellen Situation Rechnung und möchte neue von Armut betroffene Gruppen unterstützen, begründete die Hilfsorganisation den Schritt. Im Kundenservice würden zur Überwindung von Sprachbarrieren arabisch-deutsch sprechende Freiwillige eingesetzt, hieß es in einer Aussendung: "Sie übersetzen unsere Infoblätter in die gängigsten Sprachen der Asylwerber, vermitteln bei Problemen oder Unklarheiten und stellen Einkaufsberechtigungen aus."

Nettoeinkommen unter der Armutsgrenze

Um in den Sozialmärkten Kunde sein zu können, braucht man eine Berechtigungskarte. Diese bekommen grundsätzlich Menschen mit Wohnsitz in Wien, deren Nettoeinkommen gleichzeitig unter der Armutsgrenze liegt. Sie beträgt für Einzelpersonen laut Statistik Austria derzeit 1.161 Euro zwölf Mal im Jahr oder 995 Euro 14 Mal im Jahr. Die Regale werden hauptsächlich mit gespendeten Lebensmitteln und Hygieneartikel befüllt und zu wesentlich billigeren als den handelsüblichen Preisen abgegeben.

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