Verbotene Werbung? Eine blaue „Airbert One“ fliegt im Wiener Öffi-Bus herum
Angeblich sind die blauen Plüsch-Jumbojets der Renner – respektive Flieger. Die sogenannte „Airbert One“, benannt nach FPÖ-Chef Herbert Kickl, ist nämlich bei der blauen Wählerschaft so beliebt, dass sie mittlerweile aus ist. Die gratis Partei-Werbeartikel hätten „alle Rekorde gebrochen“ – denn „bereits in den ersten Tagen“ seien alle Exemplare „abgehoben“, verkündete Kickl höchstpersönlich am Dienstag auf den freiheitlichen Social-Media-Kanälen. Nachsatz: „Keine Sorge: Nachschub ist bereits in Produktion!“
Doch wohin haben sich denn alle „Airberts“ verflogen? Einer wurde in aller Öffentlichkeit entdeckt – und zwar in einem öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt Wien. Was Kickl per Fotobeweis zu Jubelstürmen animiert: „In einem Bus der Wiener Linien wurde tatsächlich eine Airbert One an der Windschutzscheibe des Fahrers gesichtet. Vielen Dank für die Unterstützung!“
Kann es sein, dass die rote Bastion der Wiener Linien von einer blauen Plüsch-Luftwaffe subversiv erobert wird? Nein, kann es nicht, sagen zumindest die Wiener Linien. Denn: „Diese Fotos wurden nicht in einem Bus der Wiener Linien aufgenommen. In unseren Bussen gibt es kein Bankomat-Terminal.“ Womit auch die Möglichkeit bestünde, dass der Kickl-Anhänger in einem privaten Bus im Auftrag der Wiener Linien segelte. Was dann für Letztere aber genauso verboten wäre, weil „dieselben Vorgaben für die Fahrzeugausstattung“ wie bei den Wiener Linien gelten.
Kommentare