Chronik | Wien
28.01.2012

„Heil Hitler“: SP-Jungpolitiker erhielt Drohbrief

Ein SP-Gewerkschafter hatte sich öffentlich gegen den Burschenschafter-Ball ausgesprochen und erhielt daraufhin eine Drohbotschaft.

Er möchte lieber anonym bleiben. „Der Schock sitzt einfach noch sehr tief“, sagt SPÖ-Gemeinderat Christoph Peschek. Wenige Tage vor dem WKR-Ball fand ein Parteikollege Pescheks, ein junger Lehrling aus Wien, einen Drohbrief bei sich zu Hause im Postkasten.

„HOER AuF GEGEN recHtS käMpFeN!!!“ , prangt nebst zwei Hakenkreuzen in ausgeschnittenen Lettern auf dem Zettel. „es hat Konsequenzen“ . Der SP-Gewerkschafter hatte sich öffentlich gegen den Burschenschafter-Ball in der Hofburg ausgesprochen. Als er den Brief fand, wandte er sich an Peschek. „Wir haben Anzeige erstattet.“ Der Verfassungsschutz ermittelt.

Peschek: „Die ständige Hetze der FPÖ lässt bei manchen wohl die Hemmschwelle sinken. Die freiheitliche Politik ist verantwortungslos."