Hanslteich: Neuer Pächter, kein Verkauf

Ausflugskleinod: Der Gastronomiebetrieb Hanslteich und sein prächtiges Naturbiotop mit Krebsen am Rande der Großstadt
Foto: franz gruber, Gruber Franz

Ein wirklich idyllisches Ausflugsziel, der Hanslteich in der Amundsenstraße 10 in Neuwaldegg, ist zuletzt heftig ins Gerede gekommen.

Das im Besitz des Stiftes St. Peter stehende Kleinod soll an einen Immobilien-Tycoon verkauft werden. Eine große Seniorenresidenz sei hier mitten im Grünland geplant, wird erzählt. "Glatter Unsinn", weiß der Gutsverwalter Michael Landrichter dem KURIER zu berichten. Nichts dergleichen sei geplant. Man denke weder an einen Verkauf, noch an ein Großprojekt, das im Grünland ja auch gar nicht möglich wäre.

Was das Gerücht möglicherweise genährt haben könnte: Es wird seit Wochen mit einem neuen Pächter für den am Hanslteich gelegenen Gastronomiebetrieb verhandelt. Die Gaststätte samt idyllischer Teichveranda hat auch längst eine Modernisierung und Sanierung nötig, wie Stammgäste wissen. Auch ein Winterbetrieb wäre wünschenswert.

Vertrag gekündigt

Der bisherigen Pächterfamilie Thomas wurde zwar der Pachtvertrag mit Jahresende gekündigt. Sie will aber nicht aufgeben und mit dem möglichen neuen Pächter und eigenen Plänen zu einer Einigung kommen.

Für die Hernalser Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer ist die Erhaltung des Kleinods samt gesundem Naturbiotop Vorrang. Eine Modernisierung und Attraktivierung des Betriebes im Rahmen der bestehenden Widmung und des Schutzes des Grünlandes stehe man jedoch positiv
gegenüber. Warnendes Beispiel eines nicht gelungenen Pächter-Wechsels: Das Denkmal Leopoldsberg ist seit Jahren für jeden Besucher gesperrt.

(kurier) Erstellt am
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