Chronik | Wien
10.07.2018

Handy am Steuer: Ein Drittel telefoniert nach wie vor

Strafbar: Handy am Steuer. © Bild: ZAVGSG - FOTOLIA 16929178/S. Zavgorodny/Fotolia

Laut einer Studie der Asfinag schminken oder rasieren sich sogar fünf Prozent der Autofahrer.

Das Handy am Steuer ist eine große Gefahrenquelle und die Österreicher sind sich dessen auch bewusst. Trotzdem geben – zumindest in Wien – ein Drittel der Lenker an, beim Autofahren zu telefonieren oder Nachrichten zu schreiben, wie eine Studie der Asfinag ergab. Auch Rasieren, Frisieren und Schminken wird von 5 Prozent der Befragten am Steuer erledigt.

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Verkehrspsychologin Dr. Bettina Schützhofer liefert Erklärungsansätze: Es liegt ein gefährlicher Mix aus positiver Einstellung zum Handy am Steuer, subjektiver Wahrnehmung der Anderen und falscher Selbsteinschätzung vor. „Multitasking ist gut und spart Zeit. Fast alle nutzen das Smartphone am Steuer und außerdem fahre ich besser als die meisten anderen“. Erschwerend kommt hinzu, dass Handygebrauch – obwohl seit fast 20 Jahren verboten – sowie andere Nebentätigkeiten am Steuer für viele bereits zur alltäglichen Gewohnheit wurden.

Häufigste Unfallursache: Ablenkung

Ablenkung ist vor Übermüdung, zu hohem Tempo und zu wenig Abstand unangefochten der  Risikofaktor und Unfallursache Nummer Eins. Nach der vorläufigen Unfallbilanz für 2017 kamen im Vorjahr 56 Personen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen ums Leben – durch Unachtsamkeit oder Ablenkung passierten 17 tödliche Unfälle.