Chronik | Wien
25.03.2013

Hamburg und Wien wollen künftig Probleme beim Wohnen besser lösen

Wohnbaustadtrat Ludwig will eine Internationale Bauausstellung in WIen durchführen.

Mit dem Startschuss zur Internationalen Bauausstellung (IBA) begann am Wochenende in Hamburg eine städtebauliche Präsentation über Wohnformen der Zukunft. Über sechs Jahre lang hat man geplant und aufwendig gebaut, um für künftige Generationen akzeptablen Wohn- und Lebensraum in einer gesunden Umwelt zu schaffen.

Für Wohnbaustadtrat Michael Ludwig war dies Grund genug, um sich in der Stadt an der Elbe Anleihen zu holen. Schon nach wenigen Stunden stand für ihn fest: „Wir werden in Wien eine IBA durchführen. Noch heuer werden organisatorische Weichen gestellt, ab 2015 könnte das Projekt laufen.“

Das Faszinierende an der IBA: Mit den neuen Straßenzügen, Wohn-Neubauten und prächtig sanierten alten Arbeitervierteln ist Hamburg ein großer Qualitätssprung nach vorne gelungen. Nachhaltige und umweltverträgliche Wohnbauten aus Holz, Glas oder Beton stehen hier in vielfältigster Form und Farbe zur Verfügung.

Flakturm als "Energie-Bunker"

Ein ehemaliger Flakturm wurde um 24 Millionen Euro zum „Energie-Bunker“ umgestaltet, der bis zu 5000 Haushalte mit Warmwasser und Strom versorgt. Eine giftige Mülldeponie wurde zum „Energie-Berg“ , auf dem sich umweltfreundliche Windräder drehen.

„Eine IBA für Wien könnte ab 2015 unser Wohnbauprogramm planerisch beflügeln“, ist Stadtrat Ludwig überzeugt. Zentrale Bereiche könnten die Seestadt Aspern und andere Erweiterungsgebiete der Stadt sein. Die vorwiegend jungen Bewohner dieser Stadtviertel würden in Forschungsprojekte einbezogen, um für die Allgemeinheit Vorreiter bei neuen Wohn- und Lebensformen zu sein.

Ein Erkenntnis der IBA-Hamburg ist auch: Integration und schulische Bildung müssen einen hohen Stellenwert haben, um soziale Stabilität zu sichern. Auf der IBA werden Zehntausende Besucher erwartet. Michael Ludwig: „Aber immer wird auch die Frage der Leistbarkeit entscheidend sein.“