Chronik | Wien
29.06.2017

Grünes Wasser im Hochstrahlbrunnen: 5000 Euro Schaden

Wer färbte 600.000 Liter grün? War es ein Lausbubenstreich? Den Wiener Wasserwerken ist nicht zum Scherzen zumute.

Für gewöhnlich ist das Wasser im Hochstrahlbrunnen auf dem Schwarzenbergplatz blau. Ob hellblau, himmelblau oder dunkelblau, darüber kann man diskutieren. Aber die Farbe Grün dürte im 1873 errichteten Brunnen nichts zu suchen haben. Doch genau das ist der Fall.

Die 600.000 Liter Wasser sind bereits zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen grün eingefärbt – gar nicht zur Freude der Wiener Wasserwerke. Denn der Schaden wird auf 4000 bis 5000 Euro beziffert. Das gesamte Wasser muss abgelassen, der Brunnen neu befüllt werden. Die Situation soll bis zum Nachmittag bereinigt sein, sagt Walter Kling, stellvertretender Betriebsvorstand der Wiener Wasserwerke, gegenüber ORF Wien. Es wird Anzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung erstattet.

Der Hochstrahlbrunnen wurde von Anton Gabrielli gestaltet und am 24. Oktober 1873 in Betrieb gesetzt. Später wurde der Hochstrahlbrunnen mit einem Kostenaufwand von 285.000 Kronen zu einem Leuchtbrunnen (Fontaine lumineuse) umgestaltet, der am 23. Juni 1906 erstmals vorgeführt wurde.

Vor dem Brunnen stand ab 1945 ein russischer Panzer, der 1956 ins Heeresgeschichtliche Museum gebracht wurde. Nach Installierung einer neuen elektrischen Anlage nahm man den Brunnen am 30. April 1959 wieder in Betrieb. 1985 wurde der Hochstrahlbrunnen generalüberholt.