Die neueste Etappe im Ausbau der Wiener Gemeindebauten

Seit 2015 baut die Stadt Wien wieder Gemeindebauten. Der 18. ist bereits übergeben worden.
WILLI-RESETARITS-HOF

Der Wohnbau im Bereich der Gemeindebauten geht in Wien seit jeher in Schüben vor sich. Gebaut wurde in den 1920er-Jahren, in den 1950er-Jahren und in den 1990er-Jahren. Bis dann, im Jahr 2004, der letzte Gemeindebau an die Mieterinnen und Mieter übergeben wurde. Vorerst zumindest. Denn der nächste Schub im Bauprogramm der Wiener Gemeindebauten stand schon bevor.

2015 griff die Stadt aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach günstigem Wohnraum auf den Gemeindewohnungsbau zurück und begründete die Offensive „Gemeindebau Neu“.

Neue Gemeindebauten in Wien

Neue Gemeindebauten in Wien.

Der Spatenstich für den ersten Gemeindebau dieser neuen Generation erfolgte auf dem Gelände der ehemaligen AUA-Zentrale in Favoriten im Jahr 2017. Übergeben wurde die Anlage, die unter dem Namen Barbara-Prammer-Hof firmiert, im Jahr 2019.

Zehn Bezirke

Dabei ist es nicht geblieben. Seit Beginn des neuen Bauprogramms wurden insgesamt 18 neue Gemeindebauten in zehn Bezirken fertiggestellt (siehe Grafik) und auch schon übergeben. Die bisher letzten waren jene in der Ljuba-Welitsch-Promenade in der Landstraße (146 Wohneinheiten) sowie in der Brockhausengasse in der Donaustadt (98 Wohneinheiten).

Der Gemeindebau in der Brockhausengasse sei auch der erste „CO2-neutrale Gemeindebau“, heißt es von der Stadt. Entscheidend dafür sei das nachhaltige Energiekonzept bestehend aus einer Niedertemperatur-Sole/Wasserwärmepumpe, die über Tiefensonden versorgt wird. Ergänzend dazu liefere eine Photovoltaikanlage erneuerbare Energie für Heizen, Kühlen und den Gebäudebetrieb.

Insgesamt leben derzeit rund 4.500 Wienerinnen und Wiener in neuen Gemeindebauten. Weitere Häuser sollen in den nächsten Wochen und Monaten fertiggestellt und übergeben werden. Dazu zählen die Gemeindebauten in der Apollogasse in Neubau (46 Wohneinheiten) oder in der Hoefftgasse in Simmering (52 Wohneinheiten), berichtet ein Sprecher von Wiener Wohnen. Zusammen mit diesen beiden fast abgeschlossenen Projekten befinden sich derzeit sieben neue Wiener Gemeindebauten in Bau. 1.000 zusätzliche Wohnungen sollen dadurch entstehen.

Schub bis 2030

Dass dieser neue Schub im Bau der Gemeindebauten so schnell wieder zu Ende geht, ist derzeit nicht absehbar. Bis 2030 will die Stadt weitere Gemeindebauten mit insgesamt 1.500 Wohnungen bauen.

Neben dem Neubau werden derzeit aber – sofern technisch machbar – auch die Dachgeschoße der bestehenden Wohnhausanlagen ausgebaut, heißt es bei Wiener Wohnen. Seit 2015 seien allein dadurch zusätzlich insgesamt 1.000 neue Gemeindebauwohnungen geschaffen worden.

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