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Chronik Wien
04/10/2019

Nach erneuter Störung: U4 laut Wiener Linien kein Problemkind

Am zweiten Tag in Folge ärgerten sich Öffi-Benützer über Wartezeiten. Den Wiener Linien machen die Störungen keine Sorgen.

von Markus Strohmayer, Stefanie Rachbauer

Zwischen 8.55 und 9.26 Uhr stand die U4 zwischen Margaretengürtel und Landstraße bzw. konnte nur im eingeschränkten Betrieb fahren. Schuld war eine Weichenstörung. Die Wartezeiten haben bis zu 15 Minuten betragen.

Mittlerweile ist die Störung behoben. Nach einer Stellwerkstörung am Dienstag ist das der zweite Tag in Folge, an dem die U4 Probleme macht.

So manche werden sich auch noch an das Chaos Anfang Februar erinnern, als drei Zwischenfälle den Frühverkehr auf der grünen Linie lahmlegten.

Ein Sorgenkind ist die U4 für die Wiener Linien dennoch nicht. Ihre Zuverlässigkeit lag in den vergangenen Jahren - wie auch jene der anderen Linien - stets bei einem Wert um 99 Prozent, betont der städtische Verkehrsbetrieb.

Die Wiener Linien errechnen die Zuverlässigkeit, indem sie jene Kilometer, die eine Linie pro Jahr planmäßig zurücklegen soll (die sogenannten Nutzkilometer), den entfallenen Kilometern gegenüberstellen.

Bei den U-Bahnen lag dieser Wert 2017 zwischen 98,93 (U6) und 99,53 Prozent (U2). Die Zuverlässigkeit der U4 geben die Wiener Linien mit 99,12 Prozent an.

Störungsmeldungen: U1 ist Spitzenreiter

Eine andere Quelle zur Zuverlässigkeit ist die Website f59.at. Dort sind die Störungsmeldungen der Wiener Linien gesammelt abrufbar. Basis für die Aufstellung sind Echtzeitdaten, die die Stadt über ihr Open-Data-Portal zur Verfügung stellt.

Die meisten Störungen - konkret 18 - gab es in den vergangenen 30 Tagen demnach auf der U1. Dahinter liegt die U6 mit 15 Störungen, gefolgt von der U4 mit 13 Störungen. U2 und U3 verzeichneten jeweils weniger als 10 Störungen.

In die Aufstellungen fließen Störungen wegen schadhafter Fahrzeuge, Weichen- oder Stellwerkstörungen, aber auch Meldungen Polizei- und Rettungseinsätze ein.

Wiener Linien: "Nicht nachvollziehbar"

Die Wiener Linien wollten die Auswertung f59.at nicht im Detail kommentieren. Die Kategorisierung sei nicht nachvollziehbar, heißt es auf KURIER-Anfrage. Außerdem sei nicht ersichtlich, wie der Verfasser die Statistik gestalte.

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