Chronik Wien
01/04/2019

Frau mit Eisenstange geschlagen: Zeuge soll Täter sein

Im Fall einer 25-Jährigen, die in der Margaretenstraße blutüberströmt aufgefunden worden war, entpuppte sich der Zeuge als Täter.

von Birgit Seiser

Am 30. 12. wurde die Polizei von einem vermeintlichen Zeugen in die Margaretenstraße im gleichnamigen Bezirk gerufen. Dort fanden die Beamten eine 25-Jährige, die brutal mit einer Eisenstange zusammengeschlagen worden war. Im Spital stellte sich später heraus, dass die Kopfverletzungen so schwerwiegend sind, dass Lebensgefahr bestand.

41-Jähriger nutzte Bankomatkarte des Opfers

Gemeldet hatte den Fall ein 41-Jähriger. Noch bevor die Polizei am Tatort eintraf, entfernte sich der Mann und kam erst später wieder dorthin zurück. Es stellte sich heraus, dass beim Vorfall das Mobiltelefon und die Bankomatkarte der Frau gestohlen worden waren. Kurze Zeit nach der Tat, wurde die Bankomatkarte des Opfers im unmittelbar neben der Wohnung des 41-Jährigen mehrfach verwendet. Im Zuge einer Hausdurchsuchung konnten mehrere Beweismittel sichergestellt werden. Bei einer mehrstündigen Vernehmung zeigte sich der Mann geständig, die Tat begangen zu haben.

Frauen verfolgt

Er gab an, dass er in den Tagen zuvor bereits mehrere Frauen mit einem Fahrrad verfolgt hatte, mit der Absicht sie anzusprechen. Weil er damit aber keinen Erfolg hatte, soll er die 25-Jährige in den frühen Morgenstunden des vergangenen Sonntag zusammengeschlagen haben. Der Mann befindet sich in Haft. Die Ermittler prüfen derzeit, ob er auch mit anderen Gewalttaten in Verbindung steht.