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Forderung nach Jahren erfüllt: Wirtschaftskammer senkt Beiträge um 25 Prozent

Senkung der „Kammerumlage 2“ ab 2027 in Schritten beschlossen.
Walter Ruck, Präsident der WK Wien.

Die Wiener Wirtschaftskammer senkt den Mitgliedsbeitrag: Die sogenannte „Kammerumlage 2“ (KU2) wird ab 2027 in mehreren Schritten reduziert. Das teilte die Interessenvertretung am Mittwoch mit. Ein entsprechender Beschluss im Wirtschaftsparlament sieht vor, dass die KU2 um insgesamt 25 Prozent gekürzt wird.

Seit Jahren auf Agenda

Laut Aussendung wurde der von den Fraktionen Wirtschaftsbund, SWV, Freiheitliche Wirtschaft und Unos eingebrachte Antrag einstimmig beschlossen. Die Reduktion der Beiträge stehe schon seit Jahren auf der Agenda, versicherte Wiens Kammerpräsident Walter Ruck. „Was dabei wichtig ist: Diese umfangreiche Reduktion der Kammerumlage 2 fußt auf Effizienzsteigerungen“, hielt er fest.

So habe Wien bereits 2019 mit der Zusammenführung von zehn Standorten der Wirtschaftskammer Wien in ein zentrales Haus sowie einer umfassenden Organisationsreform die Basis dafür gelegt, erläuterte Ruck. Dadurch seien Kosten gesenkt worden. Auf geplante Investitionen, etwa in die IT-HTL, wirke sich die Senkung der Umlage nicht aus, wurde beteuert.

Die Maßnahme beginnt mit 1. Jänner 2027. Der Hebesatz der KU2 – Basis ist hier die Lohnsumme – wird jährlich reduziert. Im kommenden Jahr wird sie 0,22 Prozent betragen, 2028 dann 0,2 Prozent und 2029 schließlich 0,18 Prozent.

Damit trage man 22 Millionen Euro zum Sparziel der Wirtschaftskammer Österreich bei, erklärte Ruck: „Wir gehen damit nicht nur mit gutem Beispiel voran, sondern leisten auch einen überproportionalen Beitrag für die gesamte Kammerorganisation.“ Eine weitere Neuerung wurde ebenso bekannt: Für Musterprozesse von und für Wiener Unternehmen wurde ein Fonds dotiert.

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