So viele Falschparker behindern Straßenbahnen und Busse

Im Vorjahr verzeichneten die Wiener Linien 1.500 Fälle.
Auto und Straßenbahn im Verkehr.

Täglich müssen Straßenbahnen oder Busse mitten auf den Straßen Wiens stehen bleiben. Das sorgt dann nicht nur für  Verzögerungen und längere Intervalle, sondern auch für Ärgernis bei den Fahrgästen. Grund dafür sind Falschparker, die den Weg blockieren. Laut Wiener Linien haben im Vorjahr rund 1.500 Autos den „Öffi“-Verkehr behindert.

Die meisten in Währing und Hernals

Das Team des Vereins Klimadashboards hat die öffentlich verfügbaren Daten der Wiener Linien ausgewertet und die häufigsten Orte auf einer Karte ausgewiesen. Die meisten Vorfälle verzeichnete die Kreuzgasse in Währing zwischen Martinstraße und Lacknergasse mit 89 gemeldeten Fällen. Neben Währing zählt Hernals zu den Spitzenreitern.  

„Wenn Autos sehr schlecht einparken, dann wird es einfach sehr knapp, dass die Bim vorbeifahren kann. Gleichzeitig muss man wissen: Die Autos sind in den letzten 20 Jahren um zehn Zentimeter breiter geworden. Also viel Spielraum bleibt da nicht, wenn einfach schlecht eingeparkt wurde“, sagte der Datenaktivist Adrian Hiss vom Klimadashboard.

467 Euro Strafe 

Die Strafen für das Blockieren öffentlicher Verkehrsmittel wurden mit Jahresbeginn angehoben. Die Autobesitzer müssen nun 467 Euro zahlen. Es würden aber auch bauliche Maßnahmen ergriffen, erklären die Verkehrsbetriebe. 

Paradebeispiel sei dafür ein Abschnitt der Döblinger Hauptstraße. Der sei lange betroffen gewesen, aber nachdem die Parkplätze durch Blumenbeete ersetzt wurden, kann die Straßenbahn problemlos durchfahren.

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