Explosion in Wiener Wohnhaus: Eine Person verletzt

Explosion in Wiener Wohnhaus: Eine Person verletzt
Wände stürzten um und Fenster schleuderte es auf die Straße und in den Innenhof.

Bei der Explosion in einer Wohnung in der Goldschlagstraße in Penzing ist Montagfrüh eine Schwangere leicht verletzt worden. Durch die Wucht der Detonation im ersten Stock des viergeschoßigen Gebäudes wurden Trümmer auf die Straße und in den Innenhof geschleudert, es brach aber kein Brand aus, berichtete die Feuerwehr, die am Vormittag noch im Einsatz stand. Insgesamt wurden elf Hausbewohner in Sicherheit gebracht, die 30-jährige Schwangere kam zur Abklärung ins Spital.

Die Ursache der Explosion in dem Altbau war vorerst unklar. Die Einsatzkräfte waren um 4.50 Uhr alarmiert worden. Da zunächst neben der Detonation auch ein Brand gemeldet worden war, wurde ein Großeinsatz ausgelöst, teilte Jürgen Figerl, Sprecher der Berufsfeuerwehr mit. 69 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen rückten aus.

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Die Feuerwehrleute evakuierten das gesamte Gebäude, darunter auch eine Bewohnerin und einen Bewohner der Explosionswohnung. Gleichzeitig wurde der Gashaupthahn des Hauses geschlossen sowie die Strom und Wasserzufuhr unterbrochen. Die Berufsrettung versorgte drei der elf Evakuierten medizinisch, darunter die Schwangere, erläuterte Rettungssprecher Daniel Melcher. Die zwei weiteren Personen konnten aber an Ort und Stelle belassen werden.

Entwarnung nach Suche nach Verschütteten

In der Explosionswohnung und teilweise auch in den Nachbarwohnungen waren Wände umgestürzt oder schwer beschädigt worden, auch Fenster wurden auf die Straße und in den Innenhof geschleudert. Die Feuerwehrleute sicherten den Explosionsort und suchten nach möglichen Verschütteten in den Trümmern, fanden aber keine weiteren Personen.

Statiker wurden angefordert, um den Zustand des Hauses zu überprüfen, berichtete Feuerwehrsprecher Figerl. Ob das Haus noch bewohnbar ist, stand noch nicht fest. Am Vormittag wurden von den Einsatzkräften noch Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.

Zumindest vorerst wurde seitens der Baupolizei ein Betretungsverbot ausgesprochen, teilte die Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt Wien Montagmittag in einer Aussendung mit. Aufgrund der Explosion entstanden „massive Schäden“, hieß es darin. Den betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern wurde Unterstützung angeboten, einschließlich der Bereitstellung von Notunterkünften. „In enger Abstimmung mit den Einsatzkräften setzen wir alles daran, Sicherheit und Unterstützung zu bieten“, betonte Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen.

Laut Polizei wurde die Goldschlagstraße im Unglücksbereich für Personen und Fahrzeuge gesperrt. Durch herausgeflogene Fensterrahmen und Glasscheiben wurden demnach auch mehrere Pkw beschädigt. Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion werden vom Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Brand, geführt. Auch, ob es sich um eine Gasexplosion gehandelt hatte, konnte Polizeisprecher Mattias Schuster am frühen Nachmittag auf APA-Nachfrage noch nicht sagen. Die Erhebungen liefen weiter.

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