Nächster Eklat in katholischer Privatschule: Stripperin tanzte für Lehrer

Nach dem rassistischen Faschingsscherz um einen Sklaven und seinen Halter tauchte ein Video eines höchst geschmacklosen "Maturastreichs" auf.
Die Fassade der Schule Marianum, davor steht ein schneebedeckter Baum.

Ein Unglück kommt selten allein - wenn man in diesen Fällen von "Unglück" sprechen will. Denn die katholische Privatschule "Marianum" des Schulvereins "De la Salle" ist binnen kürzester Zeit zum zweiten Mal - negativ - in den Schlagzeilen. 

Anfang Februar tauchten zwei Schüler in einer Klasse auf, einer als weißer Sklavenhalter, der andere als Sklave an dessen Leine. Das Gesicht des Sklaven war schwarz angemalt, "Blackfacing" lautet der Ausdruck für diese längst als rassistisch eingeordnete Art der Darstellung. 

Zusätzlich trug der Schüler eine Perücke mit schwarzen Locken. Zu sehen war das alles auf einem Video, das dem KURIER zugespielt wurde.

Jetzt ist aus dieser Schule neuerlich ein geschmackloses Video aufgetaucht, das die Tageszeitung Heute veröffentlicht hat. Das Video ist eine Minute und 41 Sekunden lang und zeigt detailreich und ausführlich eine Aktion, die eigentlich ein "Maturastreich" einer Abschlussklasse dieser katholischen Privatschule sein hätte sollen. 

Eine Frau - offensichtlich eine von Schülern für den Pädagogen engagierte Stripperin - tanzt auf dem Video auf einen Lehrer zu, der es sich auf einem Stuhl in einem Klassenzimmer gemütlich gemacht hat. 

Schüler filmen Stripperin

Gleich zu Beginn setzt sich die Frau auf den Mann, später tanzt sie auf die Person zu, die das Video macht. Auf den Bildern ist zu sehen, wie andere Schülerinnen und Schüler selbst Videos von der Szene machen. 

Nach etwas weniger als einer Minute fällt der Rock, die Bluse wird geöffnet. Und ehe die Stripperin die "Bühne" verlässt, wird sie von Schülern zurückgeholt und zum Lehrer gebracht. Dieser nimmt ihre Hand und verbeugt sich vor den Zusehern, die weiterhin Fotos und Videos machen. 

Seitens der Schule wird der Vorfall bestätigt. "Dieser niveaulose Maturastreich im Marianum hat bereits 2024 stattgefunden hat. Er wurde intern mit den Beteiligten aufgearbeitet. Das Verhalten entsprach selbstverständlich nicht unseren pädagogischen Grundsätzen", sagt die Sprecherin des Schulvereins, Sabine Glausch. 

Und auch die Bildungsdirektion war damals in Kenntnis des "nicht angemessenen Vorfalls". Eine Sprecherin bestätigt, dass als Maßnahme die Aufarbeitung des Vorfalls beauftragt worden sei. Für den Lehrer habe es jedenfalls keine dienstrechtlichen Konsequenzen gegeben. 

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