Nach "Sintflut" in katholischer Privatschule: So teuer wird die Sanierung
Albertus Magnus Gymnasium
Von Maximilian Gruber
Der Wasserschaden in der katholischen Privatschule Albertus-Magnus-Gymnasium in der Semperstraße wird ein teures Nachspiel haben. Es handle sich konkret um eine Schadenshöhe im sechsstelligen Bereich, teilte Regina Ahlgrimm-Siess von der Vereinigung von Ordensschulen Österreichs auf Anfrage mit. Wer die Kosten übernimmt, sei noch nicht abgeklärt.
Zum Hintergrund: In der Nacht von Montag auf Dienstag waren Waschbecken der oberen drei Stockwerke der Schule absichtlich mit Papier verstopft worden, die folgende "Sintflut“ hatte zwölf der 25 Klassen buchstäblich unter Wasser gesetzt. Der KURIER berichtete.
Wasserschaden an Privatschule: "Über Schulstreich hinausgehend"
Nun haben die Sanierungsarbeiten gestartet. "In einem ersten Schritt müssen die zwölf Klassenräume getrocknet werden", erzählte Ahlgrimm-Siess weiter.
Bei der Polizei laufen indes die Ermittlungen nach wie vor. War anfangs noch von sechs verdächtigen Schülern die Rede, konzentriere man sich mittlerweile auf einen Hauptverdächtigen, heißt es von Seiten der Exekutive. Die restlichen Schüler werden als Zeugen geführt.
Man wolle insbesondere die Intention der Tat herausfinden. "Die Tat ist über einen Schulstreich hinausgehend“, sagt die Polizei. Bei den Ermittlungen könne man sich jedoch einzig auf Aussagen stützen, nicht auf Spurensicherung, da auf den Wasserhähnen naturgemäß "Millionen Fingerabdrücke“ seien, heißt es weiter.
Immerhin: "Es gibt auch erfreuliche Nachrichten“, sagt Ahlgrimm-Siess. Waren die Schülerinnen und Schüler bis Freitag noch im Homeschooling, könne ab Montag wieder vor Ort unterrichtet werden. Das sei "für alle Eltern eine Erleichterung".
Auch die zwölf Klassen, die nicht in ihre - vom Wasserschaden betroffenen - Räume zurückkehren können, finden Unterschlupf – in provisorischen Räumen der Albertus-Magnus-Volks- und Mittelschule.
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