Chronik | Wien
13.12.2017

Einbrecherbande verschob Autos: Drei Festnahmen

Drei Männer wurden festgenommen, der Kopf der Bande ist noch auf der Flucht.

Hauptsächlich auf Autos hatte es eine Einbrecherbande in Wien abgesehen. Die Fahrzeuge wurden nach Serbien verschoben. Als Mitarbeiter eines Reinigungsunternehmens konnten ein Vater (48) und dessen Sohn (21) die Lage ausspionieren und die Schlüssel der Wagen stehlen. Beide wurden ebenso wie ein Komplize verhaftet. Nach dem Drahtzieher wurde noch gefahndet, berichtete die Polizei am Donnerstag.

Vom Juni bis Dezember 2016 war acht Mal in ein Firmengebäude in der Ignaz-Köck-Straße in Floridsdorf eingebrochen worden. Dabei kamen auch vier Autos weg. Beamte der Gruppe Messerer im Landeskriminalamt (Außenstelle Nord) führten umfangreiche Ermittlungen mit Überwachungen und Handypeilungen durch, werteten Spuren aus. Schließlich fiel der Verdacht auf den Vater und seinen Sohn.

Kopf der Bande ist noch füchtig

Als Reinigungskräfte waren sie für das Firmengebäude zuständig und konnten so die Lage am Tatort erkunden. Beide wurden in Wien festgenommen. Ein 45-Jähriger fungierte als Verschieber der Kfz, er wurde aufgrund eines internationalen Haftbefehls in Ungarn geschnappt und mittlerweile ausgeliefert. Der mutmaßliche Kopf der Bande, ein 44-jähriger Mann, ist flüchtig.

Insgesamt wurden dem Quartett neun Einbruchsdiebstähle in Wien und ein derartiges Delikt in Niederösterreich, eine Sachbeschädigung und eine Urkundenfälschung nachgewiesen. Die gesamte Schadenssumme beläuft sich laut Polizei auf 180.000 Euro.