Drogenring zerschlagen: Zehn Festnahmen in Wien und St. Pölten
Symbolbild
Nach rund einem Jahr intensiver Ermittlungen ist dem Landeskriminalamt Wien ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität gelungen: Ein mutmaßlicher Drogenring, der in Wien und St. Pölten aktiv gewesen sein soll, wurde zerschlagen. Insgesamt zehn Personen wurden festgenommen, hunderte Gramm Drogen sichergestellt und rund 50 Abnehmer ausgeforscht.
Den Anstoß für die Ermittlungen gab ein Einbruch in ein Geschäftslokal im 1. Bezirk in Wien am 30. März 2025. Wenige Tage nach der Tat wandte sich das Opfer erneut an die Ermittler und gab an, den zunächst unbekannten Täter als ehemaligen Mitarbeiter identifiziert zu haben.
Noch am selben Tag wurde ein 36-jähriger Österreicher aufgrund einer aufrechten Festnahmeanordnung an seiner Wohnadresse im 2. Bezirk festgenommen. Der Mann gilt als tatverdächtig. Die Festnahme bildete den Startschuss für weitere Ermittlungen, die schließlich ein weit verzweigtes kriminelles Netzwerk ans Licht brachten.
Sechs Hausdurchsuchungen gleichzeitig
Den vorläufigen Höhepunkt der Ermittlungen bildete eine koordinierte Polizeiaktion am 25. Juni 2025 in St. Pölten, bei der sechs Hausdurchsuchungen gleichzeitig durchgeführt wurden. Dabei konnten zahlreiche gestohlene E-Scooter und Fahrräder sichergestellt werden, was zudem zur Aufklärung mehrerer Einbruchsdiebstähle in St. Pölten und Krems beitrug.
Auch Suchtmittel wurden bei den Durchsuchungen gefunden. Im Gesamtverlauf der einjährigen Ermittlungen wurden insgesamt 227 Gramm Crystal Meth, 809 Gramm Cannabiskraut sowie 2,4 Gramm Kokain sichergestellt. Zehn Beschuldigte im Alter zwischen 31 und 45 Jahren – mit österreichischer, russischer und türkischer Staatsbürgerschaft – wurden ausgeforscht und festgenommen.
Sie sollen mutmaßlich in den Suchtgiftring involviert gewesen sein. Darüber hinaus wurden rund 50 Personen als mutmaßliche Abnehmer identifiziert und einvernommen. Die Ermittlungen dauern an.
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