Razzia am Praterstern

© KURIER/Gilbert Novy

Wien
02/14/2016

Drei Polizeiaktionen gegen Alko-Lenker und Drogen

Aktion "scharf": 32 Festnahmen, zwölf Alkohol- und Drogenlenker erwischt, vor allem Cannabis sichergestellt.

von Dominik Schreiber

Mehr als 100 Beamte waren am Freitag und Samstag bei gleich drei unabhängigen Großaktionen der Wiener Polizei im Einsatz: Ziele waren vor allem der Praterstern, die Drogenszene in Ottakring und Alkohol am Steuer in Meidling. 32 Personen wurden festgenommen, mehrere hundert Gramm Rauschgift sichergestellt.

310 Lenker mussten in der zwölfstündigen Aktion der Meidlinger Polizei zu Alkoholkontrollen rund um die Inspektion Hufelandgasse antreten. Dabei wurden zwar nur zwei Promille-Fahrer erwischt, aber gleich zehn Drogenlenker von Amtsärzten aus dem Verkehr gezogen. Dazu wurden 23 Anzeigen wegen diverser Übertretungen erstattet. Die Zahl der Organmandate blieb unklar.

24 Stunden im Einsatz

Gleich 24 Stunden dauerte der Schwerpunkt der Bereitschaftseinheit rund um den Brennpunkt Praterstern. Allein hier wurden 30 Personen festgenommen, berichtete der zuständige Kommandant Manfred Ihle. Dazu wurde in 33 Fällen Marihuana und Cannabisharz sichergestellt.

In Ottakring lief fast zur gleichen Zeit erneut eine Großaktion der lokalen Polizei und der Diensthundeabteilung. Speziell der Bereich zwischen der U-Bahnstation Josefstädter Straße und der Thaliastraße wurde intensiv bestreift. Dort hat sich eine hartnäckige Drogenszene etabliert. Verkauft wird hier allerdings großteils Cannabis. Ziel waren aber nicht nur Festnahmen, sondern auch die Drogenverstecke, so genannte Bunker. In diesen wurden 126 Gramm Haschisch und Marihuana sichergestellt.

Festnahme gab es bei der Aktion diesmal nur eine, zehn Personen wurden angezeigt. Gefunden wurde bei ihnen 30 Kugeln mit Kokain und drei mit Heroin. Dem gegenüber stehen 344 Kugeln mit Cannabis. Ob diese Aktionen tatsächlich langfristig einen Nutzen haben, darüber gibt es auch polizeiintern bereits erste Diskussionen.

Die drei Schwerpunkte sind nicht Teil einer speziellen Strategie, sondern eher zufällig, wird betont. "Die Bereitschaftseinheit ist immer im Einsatz und verkehrspolizeiliche Aktionen gibt es ohnehin häufiger. Mit diesen muss man immer rechnen", betonte Polizeisprecher Thomas Keiblinger.

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