© BPD Wien

Fahndung
11/04/2014

Diebe kamen als Pfleger

100.000 Euro Schaden; Polizei sucht mehrere Verdächtige.

von Nihad Amara

Sie kommen unter dem Vorwand, älteren Menschen zu helfen oder selbst Hilfe zu brauchen. Dann bestehlen sie das abgelenkte Opfer in der eigenen Wohnung. Sechs solche Fälle registrierte die Wiener Polizei im heurigen Jahr. Der Schaden wird mit 100.000 Euro beziffert.

Mit einem Fahndungsersuchen will die Exekutive den Trickdieben mit der „sozialen Masche“ habhaft werden. Die Staatsanwaltschaft Wien gab Fotos von zwei Verdächtigen zur Veröffentlichung frei. „Wir wissen nicht, wie viele weitere Opfer es gibt. Wir vermuten aber, dass die Dunkelziffer hoch ist“, sagt Polizeisprecher Patrick Maierhofer.

Den Trick der offenbar gut organisierten Gruppe gibt es in mehreren Varianten: So gaben sich drei Verdächtige laut Angabe der Polizei mehrmals als Angehörige einer Sozialdienst-Einrichtung aus. Ein Person soll danach die Mieterin in ein Gespräch verwickelt haben, während die beiden anderen Geld, Schmuck und alles, was sich zu Geld machen lässt, einheimsten. In einem anderen Fall sollen die Täter als Paar aufgetreten sein. Sie gaukelten dem Opfer vor, dass einem Partner schlecht sei und er ein Glas Wasser brauche.

Betagte Opfer

Die Verdächtigen treten laut den Opfern authentisch auf. Außerdem liegt der Verdacht nahe, dass sie die Betroffenen zuvor ausspioniert haben. Denn der Altersdurchschnitt der Bestohlenen liegt bei ungefähr 80 Jahren.

Was sollen allein lebende Senioren im Zweifelsfall tun? Erstens kommen soziale Hilfseinrichtungen selten unangekündigt, ohne sich im Vorfeld einen Termin ausgemacht zu haben. Maierhofer rät dazu, nicht sofort die Tür zu öffnen, den Türspion zu verwenden und „auf Nummer sicher gehen“: Beim geringsten Zweifel den Polizei-Notruf 133 wählen. Weitere Opfer können sich unter  01/31310-43800 an die Ermittler wenden.

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