Heuer gibt es im Prater keine Bierzeltstimmung.

© Kurier/Gerhard Deutsch

Chronik Wien
10/16/2020

Die Planung für die Wiener Wiesn 2021 läuft

Heuer findet das Trachten-Event Corona-bedingt „dahoam“ statt. Am Samstag ist die Liveshow zu sehen.

von Bernhard Ichner

Mehr als 410.000 Besucher machten die Wiener Wiesn im Vorjahr zum zweitgrößten Musikevent der Stadt – nach dem Donauinselfest. Heuer wird das Dirndl- und Lederhosen-Spektakel dagegen zur Privatparty.

Nachdem man die zweieinhalbwöchige Veranstaltung auf der Kaiserwiese im April wegen Corona absagte, findet am Samstag die „Wiesn #dahoam“ statt. An der nächsten echten Wiesn wird bereits gearbeitet.

Am 17. Oktober geht aber erst einmal die erste digitale Wiesn über die Bühne oder besser gesagt den Monitor. Das Event mit Konzertauftritten von Jazz Gitti, Marc Pircher, Die Edlseer, Petra Frey und anderen wird von 20:15 bis 23 Uhr auf www.wienerwiesnfest.at live übertragen. Inklusive Gewinnspielen und der Möglichkeit für die Zuseher, den besten Wiesn-Song zu küren.

Fernsehen in der Tracht

„Wir wollen ein bisschen Gemeinschaft nach Hause bringen“, sagt Geschäftsführer Christian Feldhofer. Zwecks authentischer Stimmung rege man dazu an, Freunde einzuladen und sich in Dirndl bzw. Lederhose vor den Bildschirm zu setzen.

Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen sei eine echte Wiesn mit Mindestabständen und Maskenpflicht nicht denkbar, so Feldhofer. "Diese Form der Unterhaltung funktioniert nur durch die Gemeinschaft. Man sitzt zusammen und kommt miteinander in Kontakt."

Zudem handle es sich um kein öffentlich subventioniertes, sondern ein privat finanziertes Event. Hätte man 2020 etwa jede Bank in den Bierzelten mit zwei statt mit vier Personen besetzt, wäre „im besten Fall“ ein siebenstelliger Verlust herausgekommen.

Schutzschirm lässt Planung zu

Unabhängig davon, ob es bis 2021 einen Impfstoff gegen Corona gibt, macht man sich nun aber an die Vorbereitung der 2021er-Wiesn. Ungeachtet der Vorlaufkosten von einer Million Euro.

Der mit 300 Millionen dotierte Rettungsschirm für die Veranstaltungsbranche, den die Bundesegierung beschlossen hat, mache das möglich, erklärt Feldhofer. „Denn wenn die Veranstaltung Corona-bedingt nicht stattfindet oder gekürzt werden muss, werden dem Unternehmen die Kosten ersetzt.“

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