Chronik | Wien
24.04.2017

Die Copa Cagrana wird größer und präsentiert sich im Bobo-Stil

Diese Woche ziehen die neuen Pächter ein, bevor im Herbst der große Umbau beginnen soll.

Alles neu macht der Mai. Zwar sollte die Copa Cagrana eigentlich am letzten April-Wochenende starten, doch im Stadtratsbüro von Ulli Sima (SPÖ) spricht man derzeit ganz offen von einer drohenden Verschiebung des Saisonopenings wegen des Wetters auf Anfang Mai.

Doch egal ob am verlängerten Wochenende oder erst am folgenden – der Copa Beach, wie er offiziell heißt, wird mit neuem Flair aufwarten. Am vergangenen Freitag wurden die neuen blauen und weißen Metall-Container angeliefert, sechs Lokale sollen darin in der heurigen Saison Platz finden. Der Copa-Bereich wird vergrößert, und auch beim ehemaligen Schuh-Ski werden offensichtlich zwei weitere Bars eröffnet.

Um die neuen Pächter machen die Stadt Wien und das Wiener Gewässermanagement vor der Eröffnung noch ein großes Staatsgeheimnis, doch erste Details konnte der KURIER bereits in Erfahrung bringen. So wird das Figar vermutlich mit etwas anderem Konzept als bisher seine Pforten öffnen. Auf deren Homepage gibt es eine entsprechende Ankündigung und auf Anfrage wird bestätigt: "Ja, wir eröffnen heuer auf der Copa."

Ferdl und Bar Italia

Auch der "G’schupfte Ferdl" soll hier eine Zweigstelle eröffnen, lautet das heißeste Gerücht. Hipster kennen den Bio-Heurigen aus der Windmühlgasse (nahe des Naschmarkts) natürlich, dessen Interieur erinnert an das Computerspiel Minecraft.

Bar-Italia-Chef Patrick Burger will darüber hinaus noble Cocktails zum kleinen Preis anbieten. Acht Euro sollen die Kreationen der Jung-Bar-Mixer kosten, 40 Sitzplätze dafür täglich zur Verfügung stehen. Damit werden bereits drei Bobo-Lokale am einstigen "Strand der Hausmeister" entstehen.

Wer die weiteren drei Betreiber sein werden, dürfte noch spannend werden. Inzwischen wird auch eifrig an der Copa-Neugestaltung geplant. Im Herbst soll der Umbau beginnen, die Kosten der mehrjährigen Arbeiten dürften knapp zehn Millionen Euro betragen. Eine Schätzung ist aber allein deshalb schwierig, weil unklar ist, was im Boden noch für Überraschungen versteckt sind – Baupläne gibt es keine mehr.