Chronik | Wien 13.05.2018

„Der Schweinsbraten schmeckt wie von der Oma“

© Bild: Kurier/Franz Gruber

Das Orange. Der KURIER war auf Lokalaugenschein im Wirtshaus, das ein Stück Oberösterreich nach Wien gebracht hat

„Ur leiwand“ sagt man im Orange nicht. Dort heißt es „voi guad“. Man kommt auch nicht um „viertel sechs“, sondern um „viertel über fünf“ und wer „gö“ sagt, fällt auf, im Orange heißt das nämlich „goi“.

Das Lokal mit Bar ist ein Stück Oberösterreich in Wien – das steht so auf der Wand geschrieben. Zum Essen gibt’s Hascheeknödel und Schweinsbraten (und zwar sicher nicht mit Erdäpfel-, sondern mit Serviettenknödel); zum Trinken Freistädter Bier und hausgemachte Limos. Das Gebäck kommt aus dem Mühlviertel, genauso wie der Wirt: Vor vier Jahren hat der aus Rohrbach stammende Marc Oberngruber das Orange übernommen. „Mir ist die Qualität der Produkte wichtig“, sagt Obern-gruber – und die sei am Land einfach gegeben. Das mit dem „Oberösterreich-Spirit“ habe sich dann so ergeben, sagt Stammgast Daniel. Zwar kommen natürlich nicht nur Oberösterreicher in die Bar, aber doch viele: „Manchmal hab’ ich schon Heimweh“, erzählt Madeleine (28) aus Steyr. „Mit Oberösterreichern kommt man leicht ins Reden, bei Wienern tu’ ich mir da schwerer. Die sind da anders.“

Mia-Julia (25), die mit jedem gleich ins Reden kommt, sagt: „ Das Orange ist einfach ein Stück Heimat in Wien. Der Schweinsbraten schmeckt wie der von der Oma und der Zirbenschnaps wie der vom Papa.“

INFO: Das Orange. 4., Margaretenstraße 26

( kurier.at ) Erstellt am 13.05.2018